Laufrad von Penny: Schad­stoffe satt

Der Discounter Penny verkauft seit Montag ein Holz­laufrad für Kinder für 39,99 Euro. Dieses Rad hätte nicht verkauft werden dürfen, weil die Tester in den Griffen sehr hohe Konzentrationen von Schad­stoffen fanden. Auf der Verpackung steht deutlich sicht­bar der Hinweis des Anbieters, das Laufrad sei frei von Schad­stoffen. Doch genau das Gegen­teil ist der Fall.

Das Holz­laufrad von Penny wird ausgelobt als Spielzeug für Kinder über 3 Jahren. In den Griffen fanden die Tester jedoch den Phthalat-Weichmacher DEHP – in sehr hoher Konzentration. Diese Chemikalie beein­trächtigt, wie auch andere Phthalat-Weichmacher die Fort­pflan­zungs­fähig­keit. Die EU hat diese daher für Spielzeug verboten: Erlaubt sind weniger als 0,1 Prozent. In dem Penny-Laufrad lag die Konzentration an DEHP mit 31800 Milligramm je Kilogramm bei etwas mehr als 3 Prozent. Darüber hinaus fanden die Tester in den Griffen noch andere Phthalat-Weichmacher wie DBP, DINP, DIBP und DIDP.

Für andere Schad­stoffe, wie zum Beispiel poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) gibt es Ober­grenzen, wenn wie beim Penny-Holz­laufrad das GS-Zeichen vergeben wird. Während die Menge an PAK in den Reifen noch zulässig war, sieht es bei den Griffen ganz anders aus. Die zulässige Menge wurde deutlich über­schritten: Sie lag mit mehr als 300 Milligramm je Kilogramm nachgewiesener PAK extrem über dem zugelassenen Wert. PAK sind Substanzge­mische aus Hunderten Einzel­stoffen, von denen viele als krebs­erzeugend, frucht­schädigend oder erbgutver­ändernd gelten.

Die Tester raten, bereits gekaufte Laufräder gegen die Erstattung des Kauf­preises wieder zurück­zugeben. Der ausführ­liche Schnell­test ist online unter www.test.de veröffent­licht.