20.10.2009

Kredite von privat: Nicht alle Online-Platt­formen sind empfehlens­wert

Über Online-Platt­formen können sich Privatleute gegen­seitig Geld leihen. Das Konzept kommt aus den USA und wird auch bei uns immer beliebter. Doch während beim Anbieter smava das Geschäfts­modell funk­tioniert, lauern beim Anbieter Auxmoney falsche Versprechen und hohe Gebühren. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer November-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest.

So fallen bei Auxmoney für ein Kreditgesuch in jedem Fall Kosten an, auch wenn gar kein Abschluss zustande kommt. Gebühren für die Anmeldung, die Prüfung von Identität und Bonität, sowie die Vermitt­lung des Kredites summieren sich schnell auf statt­liche Summen. Wer sich über Auxmoney 5000 Euro leiht, zahlt in 36 Monaten fast 190 Euro allein an Gebühren – fast doppelt so viel wie bei Konkurrent smava.

Mängel gibt es auch bei der Sicherheit: Verleiht ein Anleger Geld über smava, so wird die Summe in einem Pool zusammengefasst. Kann ein Kreditnehmer nicht zahlen, so gleichen die anderen im Pool den individuellen Verlust aus. Bei Auxmoney gibt es dieses Sicher­heits­netz nicht, das Risiko ist deutlich höher. Fällt ein Schuldner aus, so müssen Anleger hoffen, dass der Anbieter das Geld für sie eintreibt. Einen Anspruch darauf haben sie aber laut Vertrag nicht.

Fragwürdig ist auch die Werbung von Auxmoney: So wird ein Kredit „ohne Schufa“ versprochen. Wer wegen schlechter Bonität aber anderswo kein Geld mehr bekommt, dem ist mit einem weiteren Kredit meist auch nicht geholfen. Außerdem täuscht der Slogan, denn auch bei Auxmoney entscheidet letzt­lich eine Bank über die Kredit­vergabe.

Der ausführ­liche Artikel findet sich in der November-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und unter www.test.de/privatkredit.