Korkenzieher: Gut gedreht und günstig gehebelt

Drehen, hebeln oder ziehen? Die Wahl des richtigen Korkenziehers ist zuerst eine Frage des Systems. Dann kommt die Preisfrage: Die Geräte kosten zwischen zwei und 180 Euro. Die Zeitschrift test fand „gute“ Dreher und „gute“ Hebler – und auch die preiswerteren Modelle kommen in der Januar-Ausgabe „gut“ weg.

Ein Korkenzieher soll den Korken schnell und einfach aus der Flasche befördern. Vor allem aber muss der Pfropfen heil bleiben, damit keine Brösel in den Wein geraten. Ein gutes Gerät schafft das mit Naturkorken genauso wie mit Kunststoffexemplaren und öffnet nicht nur Weinflaschen, sondern zieht auch die oftmals hartnäckigen Proseccokorken.

Die Korkenzieher funktionieren nach unterschiedlichen Systemen: Manche schrauben eine Wendel in den Korken und drehen ihn dann Zentimeter für Zentimeter aus dem Flaschenhals, andere ziehen den Propfen mit Hilfe eines Hebels ruckartig heraus.

Der Testsieger ist ein Hebler namens Adhoc Trudeau Trulever Elite für stolze 99 Euro. Fast genauso „gut“, mit 15 Euro aber deutlich preiswerter ist der Brabantia Matt Steel. Zwar bekam der Dreher den Korken nicht ganz so schnell heraus, dafür konnte er mit „sehr gutem“ Verletzungsschutz punkten. Der Günstigste unter den „guten“ war der Wenco Hebelkorkenzieher für 5,50 Euro.

„Mangelhaft“ bewertete test ein ganz anderes System: Der „Ah-So“ funktioniert ohne Wendel, mit Stahlfedern, die zwischen Korken und Flaschenhals geschoben werden sollen – was aber kaum einem Probanden gelang. Immerhin „befriedigend“ war ein schlichter T-Korkenzieher für zwei Euro, aber nur bei größerem Kraftaufwand.

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