Kinderwagen: Von 14 Kinderwagen ist nur einer „gut“

Bei einem Test von 14 Kombi-Kinderwagen, die sich vom Säugling bis zu Kindern bis dreieinhalb Jahren eignen, schneidet nur ein einziger mit „Gut“ ab. Zwei sind sogar „mangelhaft“, darunter ein Modell für 1.350 Euro. Hauptkritikpunkte der Tester: Die Kinderwagen sind häufig zu schmal oder zu kurz und engen deshalb die Babys ein oder sie enthalten Schadstoffe. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Für Babys ist First Class gerade gut genug. Für reichlich Beinfreiheit, erlesene Materialien, bequeme Liegeposition und schickes Design zahlen Eltern 1.000 Euro und mehr. Sicher und bequem fährt ihr Baby in vielen Kinderwagen trotzdem nicht. Acht der 14 Modelle sind nur „ausreichend“, weil sie den Kindern nicht genug Platz einräumen. Bei vielen Kombi-Kinderwagen ist die Tragetasche schon nach vier bis fünf Monaten zu klein. Babys müssen dann in die Sitzeinheit des Wagens umziehen, dafür fehlt ihnen aber noch die Muskulatur.

Im Bezug eines Kinderwagens fanden die Tester PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Einer davon ist Naphtalin. Die Substanz kann vermutlich Krebs erzeugen.* Im Schiebegriff eines anderen Wagens entdeckten die Tester eine sehr hohe Konzentration von Chlorparaffinen, die ebenfalls im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Mütter nehmen die Schadstoffe über die Haut auf und können sie über die Muttermilch an ihr Baby weitergeben.

Der einzig „gute“ Kinderwagen zählt mit 950 Euro zur preislichen Oberklasse. Dafür bietet er eine kindergerechte Gestaltung, eine einfache Handhabung und eine schadstofffreie Verarbeitung.

Der ausführliche Test Kinderwagen erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 30.01.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/kinderwagen abrufbar.

* Korrigiert am 3. Februar 2015

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