Kapitallebensversicherungen Häufig niedrigere Verzinsung als versprochen

249 Lesern haben die Unterlagen ihrer Kapitallebensversicherung an die Stiftung Warentest geschickt, um die Verzinsung ihrer Beiträge ausrechnen zu lassen. Viele staunten nicht schlecht, als die Experten von Finanztest ihnen die Rendite vorrechnete. Oft war die Verzinsung niedriger als der Garantiezins, bei neun Lesern betrug die garantierte Verzinsung ihrer Beiträge sogar weniger als ein Prozent.

Dann kann es sinnvoll sein, die Versicherung beitragsfrei zu stellen oder gar zu kündigen und das Geld besser anzulegen. Wie man herausfindet, mit welcher Rendite man zu rechnen hat und wie man eine unrentable Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt los wird, erklärt die März-Ausgabe von Finanztest.

Viele Teilnehmer der Finanztest-Stichprobe müssen sich nach der Auswertung von Finanztest auf eine niedrigere Verzinsung einstellen als der Garantiezins verspricht. Denn der Garantiezins wird nur auf den Sparanteil des Beitrags gezahlt. Den anderen Teil zieht der Versicherer für Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Hinterbliebenenschutz und für andere mögliche Zusatzleistungen ab, beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Einige Leser konnten die Zahlen kaum glauben, als Finanztest ihnen die Verzinsung ihrer Beiträge vorrechnete (Online-Rechner unter www.finanztest.de/kapitalleben). Schon die vom Versicherer prognostizierte Verzinsung war oft nicht rosig. Die garantierte Rendite ist dann noch viel niedriger. Eine Möglichkeit, mehr rauszuholen, ist es, Zusatzleistungen zu streichen. Manchmal ist aber die beste Wahl, die Police einfach zu verkaufen.

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