Jubiläum: 30 Jahre Finanztest

Die erste Ausgabe

Die erste Ausgabe. Bildnachweis: Stiftung Warentest.

Die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest feiert in diesem Monat ihr 30-jähriges Jubiläum. Im Januar 1991 erschien die erste Ausgabe von Finanztest, seitdem hat die Redaktion 326 weitere Ausgaben erstellt. Aktuell beträgt die monatlich verkaufte Auflage rund 200.000 Exemplare, außerdem können alle Ergebnisse online auf test.de abgerufen werden. Zahlreiche Untersuchungen von Finanzdienstleistungen haben seither für Aufsehen gesorgt, die Ergebnisse haben aber auch zu Verbesserungen bei Versicherungsbedingungen und Angeboten von Banken und Sparkassen geführt.

Schon 1991 hat Finanztest ethisch-ökologische Geldanlagen untersucht und blickt seitdem regelmäßig hinter die manchmal leider nur angepinselten grünen Fassaden dieser Finanzprodukte.

Der erste große Fondstest wurde 1994 veröffentlicht, damals gab es genau 623 Fonds. Seit 1998 analysieren die Experten von Finanztest sämtliche in Deutschland aktiv vertriebene Fonds, die mindestens 5 Jahre alt sind. Inzwischen gibt es eine Datenbank mit Bewertungen von über 8.000 Fonds, abzurufen unter www.test.de/fonds.

Im Januar 1996 ließ ein Test von Kapitallebensversicherungen die Auflage auf 410.000 Exemplare hochschnellen. Von 70 getesteten Lebensversicherungen erhielten nur 3 die Note Sehr gut. Grund für die schlechten Beurteilungen waren vor allem die hohen Kosten der Angebote.

Seit April 1998 veröffentlicht das Magazin eine in der Branche gefürchtete Warnliste mit Angeboten unseriöser Firmen und Finanzprodukten. Finanztest hat frühzeitig etwa vor Angeboten des AWD, der Göttinger Gruppe oder Prokon gewarnt. Zurzeit enthält die Liste 115 Einträge. Sie wird monatlich aktualisiert und kann kostenlos über test.de abgerufen werden.

Die seit dem Jahr 2000 stattfindenden Untersuchungen der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit haben dazu geführt, dass mittlerweile fast alle Versicherungen im Leistungsfall auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichten. In der Vergangenheit wurde oft nicht gezahlt, wenn Betroffene zumindest theoretisch noch in einem anderen Beruf hätten arbeiten können. Regelmäßige Tests von Reisekrankenversicherungen brachten stark verbesserte Angebote für Kunden. So übernehmen die Versicherungen, wenn es medizinisch sinnvoll ist, jetzt auch die Kosten für einen Rücktransport.

Unter der Überschrift „Das Schweigen der Banker“ veröffentlichte Finanztest im Herbst 2012 die Ergebnisse eines Tests von Dispozinsen bei 1.566 Banken. Manches Geldinstitut kassierte bis zu 13 Prozent Zinsen und versteckte die Höhe der Dispozinsen unauffindbar. Finanztest ist Jahr für Jahr drangeblieben und hat sich für Transparenz eingesetzt. Viele Banken haben ihre Zinssätze gesenkt und seit 2016 sind sie dazu verpflichtet, sie im Internet zu veröffentlichen.

Bequem anlegen – Unter diesem Motto stellte Finanztest im März 2013 ein eigenes Anlagekonzept vor: das Pantoffel-Portfolio. Mit je einem Baustein für den chancenreichen und einem für den sicheren Teil eines Depots können Anleger ohne Aufwand und kostengünstig die Geldanlage in die eigenen Hände nehmen. Die Idee hat mittlerweile viele begeisterte Anhänger gefunden und sie sind damit auch in Krisenzeiten, wie etwa während des Corona-Crashs, gut gefahren.

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