Jahres­presse­konferenz Erlöse gesteigert, Online­angebote werden ausgebaut

Auf der Jahres­presse­konferenz der Stiftung Warentest zeigte sich Vorstand Dr. Werner Brinkmann entsetzt über einige Test­ergeb­nisse, die die Verbraucherschützer im Jahr 2010 ermittelt hatten: Zwei Wasch­maschinentrommeln waren durch den Maschinen­deckel geschlagen, in Würz­ölen und in Kinder­spielzeug fanden sich zum Teil bedenk­liche Mengen an gesund­heits­gefähr­denden Schad­stoffen und in China produzierte Winterreifen zeigten gefähr­liche Schwächen auf nassen Straßen und beim Bremsen. Beim Test der Anla­geberatung der Banken empfahlen viele Berater zu riskante Geld­anlagepro­dukte und händigten in den meisten Fällen kein Beratungs­protokoll aus.

Für die Arbeit der Stiftung insgesamt zog Brinkmann eine positive Bilanz. Gegen­über dem Vorjahr sei die Zahl der klassischen Warentests mit 97 (2010: 96) nahezu konstant geblieben, bei den Dienst­leistungen lag die Zahl wie im Vorjahr bei 104. Getestet hat die Stiftung dabei 2217 Produkte, 100 mehr als im Jahr zuvor.

Im Rück­blick auf das Wirt­schafts­jahr sagte Brinkmann, dass die Stiftung mit dem Ergebnis zufrieden sein könne. Die Höhe der Erlöse sei mit 39,5 Mio. Euro gegen­über dem Jahr davor (38,8 Mio. Euro) gestiegen. Erträge in Höhe von 48,3 Mio. Euro (47,8 Mio. Euro) stünden Aufwendungen von 49,2 Mio. Euro (48 Mio. Euro) gegen­über. Insbesondere durch das Finanz­ergebnis Stiftungs­kapital falle das Jahres­ergebnis mit 774.000 Euro (825.000) positiv aus.

Die verkaufte Auflage der Zeit­schrift test lag Ende 2010 bei 492.500 (2009: 510.000) Exemplaren im Monat, davon waren 420.000 (431.000) Abonnenten. Bei Finanztest betrug die verkaufte Auflage im Dezember 243.000 (253.000) Exemplare, davon gingen 200.500 (203.000) an Abonnenten.

Positiv habe sich hingegen die Anzahl der Internetnutzer entwickelt. test.de zählte im Berichts­jahr rund 32 Mio. (29 Mio.) Besucher. Die Umsatz­erlöse mit kosten­pflichtigen Inhalten betrugen rund 2 Mio. Euro (1,5 Mio. Euro). Entsprechend der Nach­frage habe die Stiftung Warentest das Angebot im Netz kontinuierlich ausgebaut, so Brinkmann. Nutzer können Artikel auf test.de als „hilf­reich“ kenn­zeichnen und Artikel kommentieren. Seit Ende 2010 gibt es test.de im mobilen Web als eine für Smartphones optimierte Internet-Anwendung. Und neben der Flatrate für 7 Euro, einem Online-Abonnement, mit dem User einen Monat lang Zugriff auf alle Inhalte von test.de haben, soll es in Zukunft auch eine verbilligte Jahres­flatrate für 50 Euro geben.

Kontinuierlich ausgebaut würden laut dem Vorstand auch die inter­aktiven Daten­banken, die alle Test­ergeb­nisse einer Produkt­gruppe zusammenfassen, sogenannte Produktfinder. Hier finden die Nutzer aktuelle Test­ergeb­nisse zu Produkten und Leistungen, zum Beispiel von Medikamenten, Fernsehern, Auto­kinder­sitzen oder Gesetzlichen Krankenkassen. Ende 2010 habe es neun Produktfinder gegeben, im laufenden Jahr seien noch zwei weitere hinzugekommen: Handys und Smartphones sowie Zins­angebote.

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