Immobilien­kredite: Über 10 000 Euro Unterschied

Haus­eigentümer können das aktuelle Zins­tief nutzen und sich mit dem richtigen Anschluss­kredit jetzt nied­rige Zinsen sichern. Endet die Zins­bindung ihres Immobilien­kredites in den nächsten Jahren, können sie sich mit einem Forwarddarlehen vor einem Zins­anstieg schützen. Finanztest hat die Konditionen für zins­sichere Anschluss­kredite und Forwarddarlehen von mehr als 60 Kredit­instituten und Vermitt­lungs­gesell­schaften ermittelt und große Unterschiede fest­gestellt.

Güns­tigstes und teuerstes Angebot lagen im Test oft um mehr als einen Prozent­punkt auseinander. Für das zins­sichere Forwarddarlehen in Höhe von 100 000 Euro mit drei Jahren Vorlauf­zeit und 15 Jahren Zins­bindung verlangten die güns­tigsten Anbieter 774 Euro (Effektivzins 4,77 Prozent) im Monat für die Rück­zahlung inner­halb der Zins­bindung. Die Sparkasse Hannover wollte für das gleiche Darlehen monatlich 833 Euro (Effektivzins 5,96 Prozent). Während der Lauf­zeit summiert sich der Unterschied auf rund 10 600 Euro.

Solche Darlehen können Haus­eigentümer mit einer Vorlauf­zeit von bis zu vier Jahren abschließen. Anschluss­kredite mit zehn Jahren Lauf­zeit gibt es schon für unter vier Prozent Zinsen im Jahr. Für Forwarddarlehen mit einer dreijäh­rigen Vorlauf­zeit und 20 Jahren Zins­bindung verlangen die Banken dagegen mehr als fünf Prozent.

Die besten Zinsen bieten meist Institute, die selbst gar keine Kredite vergeben, sondern sie lediglich vermitteln. Dazu gehören Vermittler wie Interhyp und Accedo, aber auch Direkt­banken wie die comdirect Bank oder Cortal Consors. Über Onlineplatt­formen filtern sie für den Kunden aus Dutzenden von Banken und Versicherern das beste Angebot heraus. Bei Krediten mit zehn Jahren Zins­bindung gehörten aber auch regionale Banken zu den Spitzenreitern.

Der ausführ­liche Test findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und im Internet unter www.test.de/forwarddarlehen.