Immobilienkredite: Bankirrtum macht Kündigung teurer Baukredite möglich

Wegen Fehlern der Banken können die meisten Kunden aus teuren Immobilienkrediten aussteigen. So sparen sie fast immer Tausende Euro. Das berichtet die Zeitschrift Finanztest in ihrer Juli-Ausgabe. Ursache ist, dass viele Banken ihre Kunden bei Vertragsabschluss nicht korrekt über das Widerrufsrecht belehrt haben. Verbraucherzentralen haben die Widerrufsbelehrungen zu fast 10.000 Kreditverträgen überprüft und in 80 Prozent der Fälle Fehler gefunden.

Wer ab Einführung des Widerrufsrechts für Immobilienkredite ab November 2002 einen Immobilienkredit aufgenommen hat, kann ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit jetzt noch widerrufen. Er kann sich damit vom Vertrag lösen und einen neuen, günstigeren Kredit aufnehmen. Das erspart Kunden in der Regel viele Tausend Euro Zinsen.

Auch Kreditnehmer, die ihr Haus oder ihre Wohnung vor Ablauf der Zinsbindung verkaufen wollen, gewinnen. Wenn sie ihren Vertrag erfolgreich widerrufen, fällt die Vorfälligkeitsentschädigung weg. Die müssen Kunden sonst an die Bank zahlen. Sie gleicht den Nachteil aus, den die Bank hat, weil sie die fest vereinbarten Zinsen für den gekündigten Kredit nicht erhält.

Kreditnehmer müssen allerdings mit dem Widerstand der Banken rechnen. Finanztest erklärt, wie Kreditnehmer am besten vorgehen, wenn sie ein mögliches Widerrufsrecht nutzen wollen. Auf www.test.de/kreditwiderruf stehen Mustertexte und viele zusätzliche Informationen bereit.

Die Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest ist bereits online verfügbar und erscheint am 18.06.2014 am Kiosk.

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