Hypothekendarlehen 87.400 Euro Unterschied – für das gleiche Darlehen

Für ein Hypothekendarlehen über 160.000 Euro mit einer Zins­bindung von 20 Jahren zahlt man bei einem teuren Anbieter bis zu 87.400 Euro mehr Zinsen als bei einem güns­tigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeit­schrift Finanztest in ihrer März-Ausgabe, für die sie das Angebot von 89 Banken, Bausparkassen, Versicherern und Vermitt­lungs­gesell­schaften untersucht hat.

Das über­raschende Ergebnis: Die Spitzenzinsen – vereinzelt schon unter 4 Prozent – kommen derzeit nicht von Direkt­banken und Vermitt­lern, sondern über­wiegend von regionalen Genossen­schafts­banken und Sparkassen. Die Sparda-Bank Baden-Württem­berg beispiels­weise bot Mitte Januar einen 10-Jahres-Kredit über 200.000 Euro für einen Neubau zum Effektivzins von 3,92 Prozent an.

Finanztest hat die preis­wertesten Kredite für sechs Modell­fälle ermittelt: vom Neubau­kredit bis zum Anschluss­kredit für eine bestehende Finanzierung. Dabei stellte sich heraus, dass sich ein Vergleich von Kredit­angeboten noch nie so ausgezahlt hat wie heute.

Im Gefolge der Krise sind die Hypothekenzinsen um fast einen vollen Prozent­punkt gesunken. Sogar für ein Darlehen mit 20 Jahren Zins­bindung verlangen einige Banken deutlich weniger als 5 Prozent Zinsen. Dabei können Bauherren und Wohnungs­käufer aus einem zunehmend flexibleren Kredit­angebot wählen. Seit November gehören dazu auch die staatlich geförderten Riester-Darlehen. Sie sind zwar wegen der staatlichen Förderung die erste Wahl, werden aber nur von sehr wenigen Instituten angeboten und sind im Schnitt etwas teurer. Je nach Finanzierungs­wunsch kann es sogar passieren, dass unterm Strich ein „normales“ Darlehen die bessere Lösung ist.

Der ausführ­liche Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

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