Honig: Auch ohne Rück­stände „mangelhafte“ Produkte

Keine Pestizid- oder Arznei­mittel- Rück­stände, trotzdem Qualitäts­mängel. Die Stiftung Warentest hat 35 Honige getestet. Dabei gab es neben neun „guten“ aber auch sechs „mangelhafte“ Honige.

Die güns­tigen Misch­blütenhonige Aldi Süd/Gold­land und Edeka/ Gut und Günstig (1,69 Euro pro 500 Gramm) über­zeugten und erhielten das Qualitäts­urteil „gut“. Weniger punkten konnten die Misch­blütenhonige Amiel von Plus – hier wurde Fremd­zucker nachgewiesen – und Marlene von Lidl, der zu viel Stärke enthielt. Beide sind daher keine Honige im Sinne der Honig­ver­ordnung und demzufolge „mangelhaft“.

Auch bei den Sortenhonigen gab es „mangelhafte“ Produkte. So hätten beide getesteten Sonnenblumenhonige nicht als solche verkauft werden dürfen, da sie für die deklarierte Sorte nicht typisch waren. Auch der Wald­honig NektarQuell trägt eine falsche Sorten­angabe. Für einen Wald­honig hat er einen zu hohen Blüten­anteil und zu wenig Honigtau.

Erfreuliche Erkennt­nis des Honigtests: Rück­stände von Arznei- und Pflanzen­schutz­mitteln konnten in keinem Produkt gefunden werden, ebenso wenig Pollen gentech­nisch veränderter Pflanzen. Die geringen Mengen an Metallen und Bienen­vertreibungs­mitteln, so genannten Bee Repellents, gaben keinen Grund zur Bean­standung.

Der ausführ­liche Test findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeit­schrift test und im Internet unter www.test.de.