Handy im Ausland Die Kostenfalle droht außer­halb der EU

Der erste Urlaubs­gruß von der Strandmatte in die Heimat – als E-Mail übers Smartphone geschickt kann das richtig teuer werden. Im Ausland sind die Preise für mobile Daten­dienste zum Teil extrem hoch. Die Stiftung Warentest hat in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest die Preise von 40 Mobil­funkanbietern für Reisende inner­halb und außer­halb der EU verglichen.

Die höchsten Kosten lauern beim E-Mail­versand übers Smartphone. Senden Reisende einen Urlaubs­schnapp­schuss aus der Schweiz berechnet der Mobil­funkanbieter „discotel“ stolze 25,80 Euro pro Megabyte. Andere sind güns­tiger. Über „Mein Base Prepaid Roaming“ von E-Plus verschickt, kostet die gleiche Daten­menge aus der Schweiz gerade einmal ein Zehntel.

Inner­halb der EU schützt ein Gesetz den Urlauber vor astrono­mischen Mobil­funk­rechnungen: Der Daten­strom stoppt bei 59,50 Euro auto­matisch. Die Preisspanne ist aber auch hier groß. Bei neun der getesteten Anbieter kann man damit gerade einmal drei Fotos für jeweils 19,80 Euro pro Megabyte versenden. Blau.de, Conrad, simyo und wirmobil berechnen dafür nur 49 Cent, E-Plus sogar nur 48 Cent.

Auch die Preise für Telefon­gespräche sind in der EU gedeckelt. Ab 1. Juli dürfen sie maximal 41 Cent pro Minute kosten. Im Gegen­satz dazu wird im EU-Ausland bei Gesprächen praktisch unbe­grenzt abkassiert. An der Spitze: „igge & ko Tarif Roaming“. Ein Gespräch übers Handy aus den USA schlägt hier mit 2,99 Euro pro Minute zu Buche.

Tipp: Wer sich vor dem Urlaub über seinen Mobil­funk­tarif informiert und gegebenenfalls ein Auslands­paket dazu­bucht, vermeidet horrende Kosten.

Der ausführ­liche Test Handy im Ausland ist in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und online unter www.test.de veröffent­licht.

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