Hallenspielplätze: 11 von 18 „mangelhaft“, Behörden fühlen sich nicht zuständig

Von 19 untersuchten Hallenspielplätzen waren 11 wegen gefährlicher Sicherheitsmängel der Spielgeräte „mangelhaft“, fünf weitere waren „ausreichend“, zwei „befriedigend“ und nur ein einziger „gut“. Bei einem Test der 19 größten Hallenspielplätze in Deutschland stellte die Stiftung Warentest außerdem fest, dass für die Sicherheit der Hallen ausschließlich deren Betreiber verantwortlich sind. Für eine staatliche Kontrolle fühlt sich niemand zuständig. Die Ergebnisse sind in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Die Tester fanden in vier Hallen Rutschen, die zur tödlichen Falle werden können, wenn Kinder an Fangstellen hängen bleiben und erdrosselt werden. Lebensgefährlich war auch ein 1,60 m hohes Landepodest einer Seilbahn, das völlig ungeschützt war. Außerdem fanden die Prüfer u.a. herausstehende Schrauben, vorstehende harte Kanten an einer Metallrutsche, zerschlissene Fangnetze und immer wieder Finger-Quetschstellen.

So schwerwiegend die Mängel im einzelnen auch waren, die meisten lassen sich relativ schnell beheben, und die meisten Anbieter sind, nachdem sie über die Mängel informiert wurden, auch schon tätig geworden. Doch die Stiftung Warentest hat nur eine kleine Auswahl der Hallen geprüft und hält es dehalb für einen unhaltbaren Zustand, dass sich hierzulande niemand für die Kontrolle von Spielgeräten zuständig fühlt, auf denen sich täglich Hunderte von Kindern in Gefahr begeben können.

Nachdem sie von der Stiftung über die gefundene Sicherheitsmängel informiert wurden, teilten die entsprechenden Behörden mit, dass sie nicht zuständig seien. Für die Sicherheit der Geräte seien allein die Betreiber zuständig.

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