Gift im Gummi Schadstoffe in Heimwerkerprodukten

Von 33 billigen Werkzeugen und Geräten, die in Baumärkten angeboten werden, waren 27 sehr stark, stark oder deutlich mit PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) belastet. PAK gelten für den Menschen als krebserzeugend, Frucht schädigend, Erbgut verändernd und fortpflanzungsschädigend. Jedes dritte Produkt enthält zudem deutliche Mengen problematischer Weichmacher wie DEHP Di(2-ethylhexyl)phtalat. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach der Schadstoffanalyse von Heimwerkerprodukten aus 11 Baumärkten.

Im Griff eines Fensterwischers, gekauft bei Hornbach, fanden die Tester einen PAK-Gehalt von 10.700 Milligramm pro Kilogramm Gummi. Zum Vergleich: Bereits bei 50 Milligramm PAK in Parkettklebern rät die Stiftung zur Sanierung. Die häufig übel riechenden, pechschwarzen Gummigriffe und Kunststoffteile kommen beim Gebrauch mit der Haut in Berührung und können so in den Körper gelangen.

Hohe Konzentrationen von PAK befinden sich in Teerölen, die Abfälle der Kohle- und Erdölindustrie sind. Zur Gummiherstellung wird dieser Industriemüll offenbar als billiger Rohstoff genutzt. Das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetz verbietet es, Bedarfsgegenstände so herzustellen, dass sie die Gesundheit schädigen können. Auch ist es verboten, derartige Gegenstände in den Verkehr zu bringen. Der Kunde kann eine Schadstoffbelastung nicht eindeutig erkennen. Die Stiftung rät :Im Zweifel Finger weg!

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