Gesetzliche Krankenkasse Wahl­tarife für Zahn­ersatz sind keine ideale Lösung

Ein Zahn­ersatz-Wahl­tarif, wie er von acht gesetzlichen Krankenkassen angeboten wird, ist laut der Zeit­schrift Finanztest nur selten erste Wahl, um die Kosten beim Zahn­arzt zu drücken. Denn die Leistungen sind sehr einge­schränkt, wie die Zeit­schrift in ihrer Juli-Ausgabe ermittelte.

Die Zahn­ersatz-Wahl­tarife von sechs AOKs, der IKK Nord und der Knapp­schaft haben auch Vorteile: Man kann sie gegen einen Extrabeitrag abschließen und unmittel­bar danach einen Heil- und Kostenplan vom eigenen Zahn­arzt erstellen lassen. Lediglich die AOK Plus sieht eine Warte­zeit von sechs Monaten vor. Doch weit kommt der Patient mit dem Geld aus so einem Wahl­tarif nicht. Es reicht allenfalls für den Zahn­ersatz, der der „Regel­versorgung“ entspricht. Diese haben Kassen und Zahn­ärzteschaft für jeden Befund definiert.

Sonderwünsche wie zum Beispiel Kronen aus Keramik statt aus einer Metall­legierung ohne Gold­anteil zahlt der Patient weiter privat. Und der Wahl­tarif bringt nicht mehr als 250 Euro extra im ersten Jahr. Schon für eine Brücke der Regel­versorgung über zwei oder drei Zähne wäre das zu wenig.

Für teuren Zahn­ersatz wie Implantate ist eine leistungs­starke private Zusatz­police das Beste. Geht es nur um die Kosten der Regel­versorgung, gibt es andere Lösungen. Zum Beispiel bieten etliche Kassen ihren Versicherten die Regel­versorgung ohne Eigen­anteil an, wenn sie bereit sind, bestimmte Zahn­ärzte aufzusuchen. Menschen mit sehr geringem Einkommen bekommen von ihrer Kasse auf Antrag ohnehin einen höheren Zuschuss zur Regel­versorgung.

Der ausführ­liche Test Zahn­ersatz-Wahl­tarife ist in der Juli-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und online unter www.test.de veröffent­licht.

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