Fußball-Fantrikots für Kinder: Trikots der Mainzer und Frank­furter mit Schad­stoffen belastet

Die Spiele der Fußball-Bundes­liga sind längst ein Familien­ereignis: Väter, Mütter, Kinder feiern in der Fankurve. Wer ein echter Fan ist, besitzt meist auch ein Trikot seiner Lieblings­mann­schaft. Doch das hat seinen Preis: Zwischen 55 und 73 Euro kostet ein Bundes­liga-Shirt. Die Stiftung Warentest hat für die November-Ausgabe der Zeit­schrift test die Kinder-Trikots aller 18 Erst­ligaver­eine untersucht. Nicht immer konnte die Qualität über­zeugen, in den Trikots von Frank­furt und Mainz fanden die Tester sogar Weichmacher. Sie können die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen.

Mehr als die Hälfte aller Vereine wird von adidas und Nike beliefert. Die Trikots bestehen fast durch­gängig aus Polyester und werden über­wiegend in Nied­riglohn­ländern gefertigt. Unterschiede gab es vor allem im Wasch­test: So zeigten acht Trikots bereits nach nur zwanzig Wäschen stärkere Verschleiß­erscheinungen. Beim SC Freiburg verklebten die Buch­staben, bei Schalke warf der Sponsoren­aufdruck Blasen. Bei einigen Trikots sahen Rücken­nummern und Spieler­namen reichlich angegriffen aus. Die Fans­hirts von Mönchengladbach und Stutt­gart über­standen die Wäsche zwar ohne größere Schäden, waren aber unsauber vernäht.

„Mangelhaft“ fiel das Ergebnis für die Trikots von Eintracht Frank­furt und FSV Mainz 05 aus: Ihre Sponsoren­drucke enthalten bestimmte Phthalate, also Weichmacher. Für Spielzeug sind diese Stoffe in der Europäischen Union verboten. Die Stiftung Warentest findet, dass dies auch für Kinder­trikots gelten sollte.

Der ausführ­liche Test findet sich in der November-Ausgabe der Zeit­schrift test und im Internet unter www.test.de/fussballtrikots.