Finanzvermittler: Maßarbeit ist Glückssache

Eine sehr gute Finanzberatung in Deutschland zu bekommen, ist nicht einfach. Das gilt für Banken und genauso für die vier größten Allfinanzvertriebe Deutschlands, ermittelte die Stiftung Warentest für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Auch bei ihnen hängt die Beratungsleistung vor allem von der Qualität des einzelnen Beraters ab.

Kein einziger Vertrieb schaffte es, dass die Vermittler die Testkunden der Stiftung Warentest auf der Suche nach einer sicheren, langfristigen Geldanlage durchgehend gut berieten. Am besten, das heißt wenigstens ohne größere Fehler, waren die Produktempfehlungen der Berater der Deutschen Vermögensberatungs AG (DVAG), der MLP AG und der OVB Vermögensberatungs AG (OVB). Alle drei Anbieter verfehlten in diesem Prüfpunkt nur knapp ein „Gut“. Deutlich schlechter schnitten die Produktvorschläge der Swiss Life Select ab. Hier vergab Finanztest nur ein „Ausreichend“.

Im Idealfall besteht eine gute Finanzberatung aus einer gründlichen Analyse des Kundenstatus, passenden Produktvorschlägen und klaren Informationen über Laufzeit, Risiken und Kosten der Geldanlagen. Vor allem die Angaben zu den Kosten der Produkte waren im Test oft unzureichend. Testkunden hatten nach solchen Beratungen keine Ahnung, wie hoch die Kosten für die angebotenen Produkte sind. Komplettausfälle bei der Beratung kamen nur vereinzelt vor.

Um unliebsame Erfahrungen bei Finanzberatungen zu vermeiden, hat Finanztest eine Checkliste für die Vorbereitung auf das Beratungsgespräch erstellt.

Der ausführliche Test „Finanzvermittler“ erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 14.5.2014 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/finanzvertriebe abrufbar

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