Finanztest Mai 2004 Das Arbeitszimmer zu Hause ist wieder ein Steuersparmodell

Wer im Arbeitszimmer zu Hause den Mittelpunkt seiner gesamten beruflichen Tätigkeit hat, kann den größten Steuervorteil nutzen, berichtet die Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Die Ausgaben für das Arbeitszimmer können dann vollständig als Werbungskosten angesetzt werden. Wird der Arbeitsplatz allerdings nur zur Vor- und Nachbereitung der eigentlichen Arbeit , etwa bei Außendienstlern, oder für einen Nebenjob genutzt, gilt eine Höchstgrenze von 1250 Euro.

Ebenfalls bis zu 1250 Euro kann absetzen, wer mehr als die Hälfte der beruflichen Tätigkeit im Arbeitszimmer erledigt. Das gilt auch, wenn im Unternehmen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Das ist zum Beispiel bei Lehrern der Fall. Wer weniger als die Hälfte der Arbeit zu Hause erledigt, bekommt jedoch keinen Cent. Trotz des vorhandenem Arbeitsplatzes im Büro: Steuern sparen kann, wer sein Arbeitszimmer zu Hause noch für einen gewerblichen Nebenjob nutzt. Bei mehreren Tätigkeiten muss das Finanzamt für jede einzeln beurteilen, ob es dafür einen anderen Arbeitsplatz gibt. Ist das nicht der Fall, können auch hier maximal 1250 Euro angesetzt werden.

Tipp: Notizen über die Arbeitszeit zu Hause und eine Bescheinigung des Arbeitgebers über das Fehlen des Arbeitsplatzes fürs Finanzamt besorgen. Dies hilft bei der steuerlichen Anerkennung. Ausführliche Informationen zum Arbeitszimmer finden sich unter www.test.de.

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