Finanztest Juni 2005 Geld fürs Studium: Die ersten Studiendarlehen sind da

Das Studium zu finanzieren ist für viele Studenten schon heute ein Kraftakt. Wenn dann noch Studiengebühren dazu kommen, wie sie für 2006 von Hamburg, Niedersachsen und Bayern beschlossen sind, wird es noch schwieriger. Finanztest hat jetzt in der aktuellen Juni-Ausgabe die ersten Kreditangebote für die Finanzierung des Studiums unter die Lupe genommen. Zwar wird es auf bundesweiter Ebene Angebote erst ab dem Herbstsemester 2005 geben, aber auf regionaler Ebene sind einige Banken schon vorgeprescht.

Die DKB Bank finanziert zum Beispiel seit Herbst 2004 Studenten, die in den neuen Bundesländern studieren. Die SEB hat einen Kredit für Studenten der privaten Fernhochschule AKAD im Angebot. Die Frankfurter Sparkasse bietet für zwei Studiengänge der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main Studienkredite an und die Hannoversche Volksbank finanziert seit einem Jahr Studenten der Fachhochschule für die Wirtschaft in Hannover.

Die staatliche KfW Förderbank hat angekündigt, zum Wintersemester 2005 ein Darlehen zu vergeben, das bundesweit allen Studierenden offen stehen soll – unabhängig von ihrem Studienfach, dem Einkommen der Eltern sowie nachgewiesenen Sicherheiten. Denn genau das ist das grundlegende Problem bei Studienkrediten: Banken vergeben Kredite in der Regel bei Bonität des Kunden, also dann, wenn gesichert ist, dass er die Raten laufend zahlen kann. Und das kann bei Studenten nicht vorhergesagt werden. Deshalb geht zum Beispiel der Münchner Finanzdienstleister Careerconcept zusammen mit der Leipziger Sparkasse in seinem „Bildungsfonds Exklusiv I“ zur Studienfinanzierung anders vor. Hier werden nur leistungsstarke Studenten in ausgewählten Studienfächern gefördert. Sie sollen die Kredite später mit einem festen Anteil ihres Einkommens zurückbezahlen. Deshalb hängt von ihren Berufs- und Aufstiegschancen auch die spätere Rendite für die Anleger ab, die das Geld für den Fonds bereit stellen.

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