Finanztest Juni 2005 Berufliche Weiterbildung als Werbungskosten oder Sonderausgaben

Sich zu bilden bringt im Idealfall Spaß, macht zufriedener und erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Mit beruflicher Weiterbildung kann auch Geld gespart werden. Arbeitnehmer, Arbeitslose und Studenten können sicher bis zu 4 000 Euro im Jahr an Bildungskosten absetzen – viele sogar mehr. Die Zeitschrift Finanztest beschreibt in ihrer neuen Ausgabe, welche Kosten von wem abgesetzt werden können.

Grundsätzlich können die Kosten für jedes Zweit-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium voll als Werbungskosten abgesetzt werden, sofern derjenige damit Geld verdienen will. Dieses gilt auch, wenn das neue mit dem alten Studium nichts zu tun hat und es einen Berufswechsel ermöglicht. Dabei ist es egal, ob man Lohn bezieht, arbeitslos oder im Erziehungsurlaub ist.

Der Werbungskostenabzug, der sich nur lohnt, wenn die Pauschale von 920 Euro überschritten wird, gilt auch für alle Weiterbildungskurse im Beruf und für Umschulungen. Auch wenn es für die erste Ausbildung im Leben, ob Studium oder Lehre, bereits Lohn gibt, können Auzubildende oder Studenten davon Werbungskosten geltend machen. Selbst Studenten, die mit ihrer Erstausbildung nichts verdienen, können in jedem Jahr bis zu 4 000 Euro Kosten beim Finanzamt von ihren Einnahmen des gleichen Jahres als Sonderausgaben absetzen. Auch Kosten für das Nachholen des Abiturs, der mittleren Reife oder anderer Schulabschlüsse sind bis zu dieser Höhe Sonderausgaben. Ausführliche Informationen zur beruflichen Weiterbildung finden sich in der Juni-Ausgabe von Finanztest.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Kontakt

Wenn Sie über die Stiftung Warentest berichten oder Expertinnen und Experten interviewen möchten, kontaktieren Sie das Kommunikations-Team.