Finanztest Februar 2005: Was bringen Bonusprogramme wirklich?

Sie sind in den Portmonnees fast schon alltäglich – über 100 Millionen Kundenkarten tragen die Deutschen mit sich he-rum. Damit bekommen sie bei jedem Einkauf sofort Rabatt oder sammeln Bonuspunkte. Was sie davon unter dem Strich haben, hat die Februar-Ausgabe von Finanztest ermittelt. Ergebnis: Die regelmäßige Ersparnis liegt oft nur zwischen 0,25 und 3 Prozent. Wer mehr erwartet, muss Aktionsrabatte und Sonderaktionen nutzen. Die sind das Salz in der Suppe der Kundenprogramme. Nur bei zwei der 36 untersuchten Kundenbindungssysteme kann der Kunde absolut anonym bleiben.

So richtig abräumen kann man mit einer Kundenkarte oder einem Bonusprogramm nicht. Aber Stammkunden, die regelmäßig bei einem Anbieter einkaufen, machen damit meist nichts falsch. Manche Sammelsysteme kosten allerdings schon Geld, bevor ein einziger Punkt gesammelt ist: Sie verlangen Jahresgebühren oder Aufnahmegebühren für eine Mitgliedschaft. Ärgerlich ist es auch, wenn gesammelte Punkte zu schnell verfallen.

Wer mal hier, mal da einkauft, dem bringen nur solche Kundenprogramme etwas, bei denen viele Händler angeschlossen sind. Die Rabatte sind zwar meistens niedriger, sie können sich aber zu einem nennenswerten Betrag summieren. Noch ein Tipp von Finanztest: Bei der Anmeldung zu einem Bonusprogramm sparsam mit persönlichen Daten umgehen, denn der Familienstand oder das monatliche Haushaltseinkommen gehen keinen Anbieter etwas an. Ausführliche Informationen finden sich unter www.test.de/kundenkarten.

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