Finanztest Februar 2004 Bei welchen Abzockangeboten größte Vorsicht geboten ist

Wenn per Brief, Fax, E-Mail oder auf Internetseiten Gewinne garantiert werden, Waren billiger als in jedem Laden sind oder die Rendite traumhaft hoch ist, sollten die Alarmglocken schrillen. Denn fast immer lauert hier der Nepp. Die Zeitschrift Finanztest stellt in ihrer März-Ausgabe besonders dreiste Maschen und Angebote vor.

So gibt es immer noch Arglose, die auf die sogenannte Nigeria-Connection hereinfallen. Sie glauben den angeblichen Ministern oder Präsidentensöhnen, dass sie beim Transfer von Millionensummen in US-Dollar aus Nigeria nach Deutschland behilflich sein und so einen schnellen Euro machen können. Doch nachdem sie die für „Transfer und Verwaltung“ gezahlt haben, sind die Briefschreiber verschwunden. Fette Verdienste machen auch die Organisatoren von Gewinnsystemen, bei denen man aufsteigt und angeblich Riesensummen kassiert. Denn diese brechen zusammen, wenn sich keine neuen Mitspieler mehr finden. Das eingezahlte Geld ist dann weg.

Mehrere Hundert Euro pro Opfer machen auch immer wieder Anbieter von Telefon-, Telefax-, Internet- und anderen Verzeichnissen. Viele Rechnungsempfänger meinen, es handele sich um ihren Eintrag ins Handelsregister oder in ein anderes offizielles Verzeichnis. Dass die Einträge wenig repräsentativ und damit wertlos sind, merken sie nur, wenn sie das Kleingedruckte studieren. Abkassiert wird auch mit „Korrekturabzügen“. Wer glaubt, die Richtigkeit der Daten mit seiner Unterschrift zu bestätigen, schließt unbemerkt einen Vertrag ab. Vorsicht auch bei Bankgarantien: Anlagen mit bankgarantierten Traumrenditen gibt es nicht. Finanztest gibt Tipps, wie man sich schützen kann. Ausführliche Informationen zu Abzockerangeboten finden sich in der Februar-Ausgabe von Finanztest.

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