Finanztest Februar 2004 70 Hausratversicherungen im Vergleich: große Preisunterschiede

Wer nichts besitzt, braucht keine Hausratversicherung. Alle anderen sollten sich genau überlegen, bei welchem Anbieter sie sich versichern – denn die Kosten unterscheiden sich zum Teil um über 100 Euro pro Jahr. Auch wichtig: die Höhe der Versicherungssumme. Wer hier schummelt, schießt Eigentore, sagt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe von Finanztest.

Eine Hausratversicherung schützt vor finanziellen Verlusten, falls Sachen beschädigt oder zerstört werden oder abhandenkommen. Alle Sachen in der Wohnung, die dem Ge- und Verbrauch dienen, sind versichert – es sein denn, sie befinden sich in ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzten Räumen der Wohnung. Versichert sind auch Gegenstände, wenn sich die Sachen im abgeschlossenen Hotelzimmer oder Ferienhaus befinden, jedoch nur bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze. Das heißt dann Außenversicherung der Hausratversicherung. Verbraucher sollten darauf achten, dass Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag und der einfache Fahrraddiebstahl mitversichert werden.

Nicht versichert hingegen sind der Hausrat von Untermietern und fest eingebaute Sachen wie Badezimmereinrichtung oder Parkett. Finanztest macht die Suche nach einer Hausratversicherung einfach: Die Zeitschrift hat die Angebote von 70 Versicherern verglichen und Preisunterschiede von mehr als 100 Euro pro Jahr festgestellt. Billiger wird die Versicherung, wenn die Beiträge jährlich und nicht monatlich gezahlt werden. Wichtig: wer seine Versicherungssumme zu niedrig ansetzt, bekommt im Schadensfall nur den prozentualen Anteil der Unterversicherung. Beträgt der Wert des Hausrats 100.000 Euro, sind aber nur 80.000 Euro versichert, erhält der Versicherte auch nur 80 Prozent des entstandenen Schadens.

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