Finanztest Dezember 2004 Spenden: Vorsicht vor unseriösen Organisationen

Über zwei Milliarden Euro spenden die Deutschen jedes Jahr für humanitäre Zwecke. Doch was mit dem Geld wirklich passiert, wissen die Spender meist nicht. Verwaltung und Werbung fressen einen Teil der Summe. Bei manchen unseriösen Organisationen versickern die milden Gaben gar in dunklen Kanälen. Die aktuelle Ausgabe von Finanztest zeigt, wie Spendenwillige sicher gehen, dass ihr Geld auch in den richtigen Händen landet.

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Die Briefkästen quellen über mit Briefen, die für hungernde Menschen in Afrika, ein Patenkind in der Dritten Welt oder das örtliche Tierheim bitten. Doch wie können Spender seriöse Hilfswerke finden und dafür sorgen, dass möglichst viel Spendengeld die Bedürftigen erreicht? Wer zum Beispiel sein Geld einer Organisation mit dem Spenden-Siegel des deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) gibt, kann sicher sein, dass sein Geld in guten Händen ist. Denn das DZI-Siegel bekommen nur Hilfswerke, die sparsam und verantwortungsvoll mit den Spendengeldern umgehen.

Wer Verwaltungskosten für seine bevorzugten Spendensammler niedrig halten will, sollte sein Geld nicht speziell für bestimmte Projekte geben, da solche zweckgebundene Spenden meist hohe Buchhaltungskosten verursachen. Auch sollte man sich nicht von schockierenden Fotos unter Druck setzen lassen. Die werden nur von unseriösen Unternehmen verwendet. Finanztest empfiehlt statt dessen Organisationen, die sachlich und klar darstellen, wofür sie die Spenden einsetzen. Ausführliche Informationen zu Spenden finden sich in der Dezember-Ausgabe von Finanztest.

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