Finanztest Bankgesellschaft Berlin: Anleger beschließen Aufklärung

Nach Informationen der Zeitschrift Finanztest haben zahlreiche Anleger von Fonds der Bankgesellschaft Berlin in einer beispiellosen und fondsübergreifenden Aktion beschlossen, dass unabhängige Wirtschaftsprüfer ihre Fonds unter die Lupe nehmen sollen. Dabei soll auch geklärt werden, ob die Bankgesellschaft überteuerte und riskante Immobilien zum Schaden der Anleger in die Fonds überführt hat. Über 90 Prozent der abstimmenden Fondszeichner haben sich für eine solche Prüfung ausgesprochen, musste das Fondsmanagement gestern einräumen.

Betroffen sind 13 Fonds: Die Fonds LBB 4 bis 13 sowie die Fonds IBV-Deutschland 1 bis 3. Schätzungsweise 55.000 Investoren haben Anteile an diesen Fonds gezeichnet. An der Abstimmung über die Sonderprüfungen haben durchschnittlich mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Anleger teilgenommen. Über 90 Prozent von ihnen haben den Prüfbeschlüssen zugestimmt. Die Prüfaufträge soll nach dem Willen der Fondsanleger das Nürnberger Unternehmen IBV erteilen, das mit der Geschäftsführung der Fonds betraut ist.

Michael Lange, Verwaltungsratsvorsitzender aller Fonds, beklagt jetzt, dass die IBV auf Zeit spielt und die Prüfaufträge der Anleger zu möglichem Fehlverhalten nicht wie beschlossen umsetzt. Die Zeit drängt. Mögliche Schadenersatzansprüche der Anleger könnten am Ende dieses Jahres verjähren. Ausführliche Informationen zur Bankgesellschaft Berlin finden sich online.

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