Finanztest August 2003 Berufsunfähigkeitsversicherung: Große Preis- und Leistungsunterschiede – nicht jeder Kunde wird genommen

Jeder braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung, aber nicht jeder bekommt eine. Wer einen Job hat, der häufiger zu Berufsunfähigkeit führt als andere, wird von vielen Versicherern gar nicht erst angenommen. Bei anderen werden die Beiträge so hoch angesetzt, dass sie kaum bezahlbar sind. Für die August-Ausgabe von Finanztest hat die Stiftung Warentest fast 100 Angebote für Berufsunfähigkeitsversicherungen geprüft und große Leistungsunterschiede festgestellt. Zudem gibt es bei gleicher Leistung Preisunterschiede von bis zu 40 Prozent.

Ein 30-jähriger kaufmännischer Angestellter zahlt beim Testsieger Volksfürsorge jährlich 924 Euro, wenn er bis 65 Jahre versichert ist. Die Axa – sie erhielt ebenfalls ein „Sehr gut“ – verlangt dafür nur 662 Euro. Bewertet wurden aber nicht die Preise, sondern die Versicherungsbedingungen und die Anträge, die den Verträgen zugrunde gelegt werden. Denn sie entscheiden, ob der Versicherer die vereinbarte Rente wirklich zahlt oder verweigern kann.

Besonders problematisch ist der Leistungsausschluss für einzelne Krankheitsbilder. Sind sie nicht genau abgrenzbar und das ist häufig der Fall, z.B. bei Rückenproblemen oder Allergien, kann der Versicherer im Ernstfall diese gesundheitliche Störung allzu leicht als Ursache für die Berufsunfähigkeit anführen. Dann gibt es kein Geld, und der Versicherte hat den hohen Beitrag jahrelang umsonst bezahlt. Ausführliche Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung finden sich in der August-Ausgabe von Finanztest.

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