Finanztest April 2005 Fahrradversicherungen: Bei teuren Rädern sinnvoll

Fahrraddiebstähle sind ärgerlich, besonders ohne Versicherungsschutz – nur neun Prozent aller Fahrraddiebstähle werden aufgeklärt. Je nach Wert des Fahrrads ist eine Fahrradversicherung sinnvoll. Die Stiftung Warentest hat für die März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest sechs Tarife von drei Anbietern für Fahrradversicherungen untersucht. Nur bei einer stellen die Experten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis fest.

Wenn das Fahrrad nachts draußen steht, sehr teuer ist oder sein Besitzer keine Hausratversicherung hat, ist eine spezielle Fahrradversicherung sinnvoll. Der Jahresbeitrag hängt vom Wert des Rades und dem Versicherungstarif ab. Günstige Varianten sichern Schaden durch Diebstahl ab, teurere erweitern den Schutz beispielsweise bei Unfallschäden. Zwischen 52 und 114 Euro im Jahr kostet der Schutz für ein Fahrrad mit einem Wert von 500 Euro, im Wert von 1000 Euro müssen bis zu 160 Euro bezahlt werden. Von den Spezialtarifen empfiehlt die Stiftung Warentest den Standardschutz der Arag. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis gewährleistet ein gleichwertiges neues Rad ohne Zeitwertabzug. Der „Komplettschutz“ des Versicherers Wertgarantie hingegen versichert zwar Fahrräder bis 3000 Euro, zahlt aber im Schadensfall nur weniger als die Hälfte.

Eine preiswerte Alternative kann die Hausratversicherung sein – hier werden Fahrräder meist gegen einen Zuschlag versichert. Je nach Tarifzone und Vertrag kostet der Zuschlag bei einem Fahrradwert von 500 Euro im Schnitt zwischen 19 und 29 Euro im Jahr. Bei Diebstahl gibt es jedoch nur Ersatz, wenn das Fahrrad abgeschlossen und in Gebrauch war, oder nur dann, wenn es zwischen 6.00 und 20.00 Uhr gestohlen wurde. Ausführliche Informationen zu Fahradversicherungen finden sich in der April-Ausgabe von Finanztest.

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