Finanztest April 2004 Rechtsschutzversicherungen im Test: Unterschiede bei Preis und Leistung

Gibt es Streit, zahlt eine Rechtsschutzversicherung die Kosten des Anwalts, Gerichtskosten und Entschädigungen für Zeugen und Sachverständige. Der Schutz hat natürlich seinen Preis, doch der kann für die gleiche Leistung sehr unterschiedlich sein. Die Stiftung Warentest hat für die April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest die Angebote von 33 Gesellschaften für die wichtigsten Leistungspakete untersucht und zeigt, was sie bieten und was sie kosten.

Ob Verkehrsrecht, Privatrecht, Berufsrecht oder Mietrecht – der Kunde sollte erst prüfen, für welchen Lebensbereich er überhaupt den Versicherungsschutz braucht. Für Autofahrer ist vor allem der Verkehrsrechtsschutz wichtig, für Arbeitnehmer der Berufsrechsschutz interessant. Denn wer mit dem Chef vor dem Arbeitsgericht streitet, muss in der ersten Instanz immer seine Prozesskosten selbst tragen – selbst wenn er vor Gericht gewinnt.

Die günstigsten Verträge bietet fast durchweg die Versicherungsgesellschaft WGV. Privat- und Berufsrechtsschutz für Nichtselbständige ist bei der Concordia ohne Selbstbeteiligung am günstigsten zu haben. Ein Preisvergleich lohnt sich. So kostet zum Beispiel die Jahrespolice für das Paket aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz für einen Beamten bei der WGV 170 Euro. Bei der Allianz kostet das gleiche Angebot 293 Euro. Unbegrenzt gilt der Schutz allerdings nicht. Wer besonders prozessfreudig ist und mindestens zwei Schadensfälle in zwölf Monaten hatte, bedeutet für die Versicherung ein Kostenrisiko. Sie kann den Vertrag dann außerordentlich kündigen. Deshalb raten die Finanztest-Experten: Gut überlegen, ob man wegen jeder Kleinigkeit seine Rechtschutzversicherung in Anspruch nehmen muss. Ausführliche Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden sich in der April-Ausgabe von Finanztest.

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