Finanztest April 2003 Ruhe bewahren und Beweise sichern: Wie man mit 0190-Dialern umgeht und sich vor ihnen schützt

Viele Dialer wollen nur eins: schnell viel Geld machen. Das schaffen sie, indem sie sich während des Surfens im Internet ungewollt auf dem PC einnisten und für eine teure Internetverbindung sorgen. Die April-Ausgabe von Finanztest stellt Dialer-Maschen vor und gibt Tipps für den Schadensfall und den Schutz vor den teuren Nummern.

Dialer, also Einwählprogramme, mit denen man kostenpflichtige Dienste über die Telefonrechnung bezahlen kann, sind eigentlich okay. Bei den Nummern 0190–1 bis 0190–9 sind die Preise pro Einheit festgelegt und bewahren vor bösen Überraschungen. Bei 0190–0-Nummern können die Anbieter allerdings die Preise frei festlegen. Das kann ordentlich ins Geld gehen, wenn Dialer sich beim Surfen auf der Festplatte installieren und so eine teure 0190–0-Verbindung aufbauen. Die teuerste bekannte Gebühr für die Einwahl betrug 950 Euro.

Wer sein Telefon per Einzugsermächtigung zahlt, bekommt sein Geld nur schwer zurück, wenn der Betreiber als letztes Glied einer langen Nummernvermieterkette im Ausland sitzt. Finanztest rät, kostenlose Einzelverbindungsnachweise anzufordern und Schutzprogramme zu installieren. Wenn es aber schon passiert ist: Ruhe bewahren und keinesfalls in der ersten Hektik wichtiges Beweismaterial löschen. Besser: Bildschirmausdrucke machen und die zuletzt besuchten Seiten notieren – am besten vor Zeugen. Denn ohne Beweise bleibt der Betrogene häufig auf den Kosten sitzen. Ausführliche Informationen zu den 0190-Dialern finden sich in der April-Ausgabe von Finanztest.

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