Finanzcrash-Autoren Friedrich & Weik: „Wertefonds“ mit Schwächen

Vor dem Finanzcrash warnen und gleichzeitig als Abhilfe ein passendes Finanzprodukt vermarkten. Diesen Dreh schaffen die Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik. Den von ihnen angebotenen „Wertefonds“ haben sich die Experten der Zeitschrift angesehen und beurteilen ihn kritisch.

Der Friedrich & Weik Wertefonds R soll Anlegern „reale Vermögenssicherung in Zeiten überbordender Schulden und historischen Niedrigzinsen“ bieten. Der Fonds besteht aus den Anlageklassen Gold, Minenaktien, Aktien, Sachwerte und Barvermögen, perspektivisch sollen unter anderem auch Diamanten dazugehören.

Der „Wertefonds“ wurde Anfang Januar 2017 aufgelegt und hat bis zum 8. Januar 2020 4,4 Prozent Rendite erzielt. In dieser Zeit stiegen – in Euro gerechnet – der globale Aktienmarkt um 38 Prozent und der Goldpreis um fast 29 Prozent. Mit Kosten von 1,94 Prozent pro Jahr ist der Fonds relativ teuer. Dazu kommt eine eigenwillige Erfolgsgebühr, von der Anleger bislang aufgrund der dürftigen Rendite jedoch verschont blieben.

Wie die für den Fonds propagierte Idee von „Moral, Anstand und Ethik“ zur Anlage in Goldminenkonzernen oder Diamanten passten, bleibt rätselhaft, so Finanztest.

Der Artikel findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/wertefonds abrufbar.