Finanzberatung Zu Risiken und Neben­wirkungen fragen Sie Ihren Bank­berater

Die in einem neuen Gesetz verankerte Pflicht des Bank­beraters, das Kunden­gespräch genau zu dokumentieren, werde dazu führen, dass sich Berater künftig gut über­legen, aus welchen Gründen sie was empfehlen. Das erklärte Verbraucher­ministerin Ilse Aigner in einem Interview mit der Zeit­schrift Finanztest. Anlegern werde es danach viel leichter fallen, eine Falsch­beratung zu beweisen. Trotzdem werde es weiter Falsch­beratungen geben, befürchtet Finanztest. „Teile der Kredit- und Finanz­dienst­leistungs­branche mauern, wenn es um bessere Beratungs­stan­dards geht.“ Schließ­lich verdienten diese mit dem Verkauf riskanter Finanz­produkte besonders gut.

Finanztest erneuert in seiner Juni-Ausgabe den dringenden Rat, nur in Anlagen zu investieren, die der Sparer begreift. Nur nichts aufschwatzen lassen, lautet die Devise. Dazu gehört auch: Den Berater solange zu löchern, bis man alles verstanden habe. Umfragen haben ergeben, dass das den meisten Bank­kunden peinlich ist. Finanztest erklärt, was das neue Gesetz bringt und empfiehlt, gut präpariert in ein Anlage­gespräch zu gehen: mit Check­liste (Download unter www.verbraucher­ministerium.de, „Finanz­check­liste“) und mit einem Zeugen.

Für Anleger, die auf Nummer sichern gehen wollen, hat Finanztest einen Muster­brief entwickelt. Darin wird der Bank­berater gebeten, die wichtigsten Fakten der Geld­anlage schriftlich zu bestätigen. Im Streitfall haben es Anleger dann leichter, Beratungs­fehler zu beweisen. Dazu gibt es Tipps, wie man einen unabhängigen Berater findet, der keine Provision von den Anbietern kassiert, dafür aber gegen Honorar individuell auf die Bedürf­nisse des Anlegers eingeht.

Mehr dazu und auch darüber, unter welchem Erfolgs­druck Anla­geberater stehen, in der Juni-Ausgabe von Finanztest und unter www.test.de.

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