Existenzgründerseminare: Kurse halten selten was sie versprechen

Der Traum von der Selbstständigkeit zerplatzt für viele Gründer schon nach wenigen Jahren. Denn oft hapert es an solidem Wissen, das man braucht, um aus einer Geschäftsidee Geld zu machen. Existenzgründerseminare sollen unter anderem einen Überblick darüber verschaffen, was ein Businessplan ist, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche kaufmännischen Grundkenntnisse benötigt werden. Sie sollen außerdem helfen, herauszufinden, ob man eine Gründungspersönlichkeit hat.

In 36 Kurse wurden die Tester der Stiftung Warentest geschickt. Und was sie dort lernten, war durchwachsen. Auch wenn es im ganzen Land Kurse gibt, von denen man nicht abraten muss: Defizite haben viele. Manche priesen einfach nur weitere Workshops an, andere verkürzten die Seminarzeit ohne nachvollziehbaren Grund, Übungen kamen in vielen Fällen deutlich zu kurz, und generell, so fasst das Team Weiterbildungstest der Stiftung Warentest zusammen, könne man den Eindruck haben, dass die Seminarinhalte ohne Rücksicht auf die Belange der Kursteilnehmer geplant würden. Untersucht wurden die Qualität der Kursdurchführung, der Organisation, der Kundeninformation und ob es Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen gab.

Doch Gründungswillige können brauchbare Kurse finden: Die beste Kursdurchführung bot im Norden LeinenLos an und im Osten das Gründer-Unternehmer-Zentrum, im Süden haben die Gründer die Wahl zwischen der HWK der Pfalz und der IHK Akademie München, und im Westen überzeugten dbt und das Institut-Gründungsoffensive.de. Unter den bundesweiten Anbietern schnitt Mennesclou am besten ab.

Den ausführlichen Test mit Tipps, Checklisten und Adressen gibt es online unter www.test.de/gruenderkurse.