Digitalisierung von Schall­platten und Kassetten: Die meisten Geräte sind gut

Wer alte Schall­platten oder Kassetten digitalisieren möchte, hat viele Möglich­keiten: Ob spezielle Platten­spieler, Kassetten­deck, USB-Vorverstärker oder Mini-Anlage, die meisten Geräte digitalisieren alte Tonträger „gut“. Ein Schall­platten­spieler zum Digitalisieren erhielt von der Stiftung Warentest sogar ein „Sehr gut“, nur ein Produkt schnitt „mangelhaft“ ab. Außerdem im Test: zwei Digitalisierungs-Dienst­leister.

Die Digital­aufnahmen der getesteten Geräte kommen den zugespielten Originalen meist nahe oder sehr nahe. Über­nommen werden dabei aber auch die Stör­geräusche der Vorlagen – Rauschen bei Kassetten, Knistern und Knacksen bei Schall­platten. Hierfür bieten einigen Anbieter Software zur Nachbearbeitung am PC an. Diese Lösungen über­zeugten die Tester jedoch nicht, meist klingen die Aufnahmen nach dem auto­matischen „Optimieren“ dumpf. Besser sei daher oft, das vertraute Plattenk­nistern in Kauf zu nehmen.

Nachteil des Digitalisierens ist der hohe Zeit­aufwand. Nach dem Über­spielen in Echt­zeit fällt oft noch das Beschriften der Dateien an, bei Musikstücken mit fließenden Über­gängen oft auch das manuelle Trennen der einzelnen Titel.

Eine Alternative kann daher sein, einen Dienst­leister zu beauftragen, der die Digitalisierung über­nimmt. Die Stiftung Warentest hat exemplarisch zwei getestet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die digitale Musik klang zum Teil besser als das Original. Pro LP waren aber auch zwischen 13 Euro und rund 25 Euro fällig. Da lohnt sich oft auch der Neukauf eines Albums.

Der ausführ­liche Test über die Digitalisierung von Schallplatten und Kassetten findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeit­schrift test und unter www.test.de/musik-digitalisierung.