Der Gastronaut: Erkundungen eines kochenden Physikers

Der Gastronaut Pressemitteilung

Cover

Cover. Bildnachweis: Stiftung Warentest.

Lauter Delikatessen: Eine vier Wochen alte gereifte Möhre und Joghurt weit überm Mindesthaltbarkeitsdatum, Spätzle ohne Ei, Löwenzahn von der Wiese, Paneer selbstgemacht. Der Gastronaut ist kein Restekochbuch, keine schwäbische Rezeptsammlung, kein Kräutersammelbuch und keine indische Kochwerkstatt. Das lässig-elegant in dunklen Tönen daherkommende und hervorragend fotografierte Kochbuch passt in keine Schublade. Es ist eine neuartige, außergewöhnliche Ideensammlung von Thomas Vilgis, einem Star der Molekularküche. Die Erkundungsreise eines kochenden Physikers für Neugierige, die sich was trauen. Von Mainz nach Tokyo und zurück. Wer Spaß am Experimentieren hat, ist klar im Vorteil.

Die Vorspeisenplatte von Thomas Vilgis ist eine Herausforderung. Nicht nur für alle, die schon bei Hefeteig die Geduld verlieren. Denn hier bleibt Camembert monatelang im Kühlschrank liegen, Sahnehandkäse badet ein halbes Jahr in Öl, eine Möhre wird mit Salz, Zucker, Olivenöl und Oregano Sous vide gegart und kommt nach 4 Wochen auf die Platte. Ein Geschmacksfeuerwerk. Das will man wissen, das muss man selbst ausprobieren. Die Rezepte sind durchdachte Versuchsanordnungen oder durch Zufall (bzw. Unfall) entstanden, wie der Autor munter berichtet. Food-Pairing vom Allerfeinsten. Der Gastronaut gießt ein ganzes Universum von verschiedenen Geschichten und Ideen in sein Buch, so geschehen Forelle mit Löwenzahn, indischer Bratkäse, Kocherursprungsspätzle mit Speck und Gorgonzola und eine Version von Kimchi im Buch direkt nacheinander. Selbst wenn man glaubt, Rezepte zu erkennen: dieser Dreh kruder Kulinarik ist neu. Wer schon alles ausprobiert hat, hat auf keinen Fall alles ausprobiert, bis er hier beim Feldsalat mit Sauerkraut angekommen ist. 80 Rezepte von Gans in Tee bis Zwerchfell blitzgeschmort, vom frühlingshaften Ziegenfrischkäse in Bärlauchöl bis zum Winterobstsalat mit 5 Pfeffern. Heraus kommt immer eine ausgefallene Kombination, ein einzigartiges, großartiges Geschmacks-Aha-Erlebnis für alle Sinne. Das Buch ist nach „Aroma“ und „Aroma Gemüse“ bereits das dritte Werk des Autors für die Stiftung Warentest, und ein sehr persönliches dazu.

Das Buch Der Gastronaut hat 304 Seiten und ist zum Preis von 24,90 Euro ab dem 20. November im Handel erhältlich oder online unter www.test.de/gastronaut.

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