Blutdruckmessgeräte: „Gute“ schon ab 25 Euro

Schon ab 25 Euro gibt es „gute“ Blutdruckmessgeräte. Doch nicht auf jedes Schnäppchen ist Verlass. Viele Geräte, die neu auf dem Markt sind, messen bei weitem nicht genau genug – für die Stiftung Warentest kein akzeptables Ergebnis für ein Medizinprodukt, von dem jedes Jahr weit mehr als eine Million verkauft werden. 7 von 15 aktuell geprüften Produkten erreichen nur ein „ausreichendes“ Qualitätsurteil. Im Test waren zehn Handgelenks- und fünf Oberarmgeräte zu Preisen von 11 bis 100 Euro. Unter den fünf „guten“ Blutdruckmessgeräten gibt es auch preiswerte Modelle für 25 oder 30 Euro. Am Markt sind auch noch weitere elf Geräte, die bei einem früheren Test „gut“ abgeschnitten haben. Alle Ergebnisse sind in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Jeder dritte Erwachsene in Deutschland ist an erhöhtem Blutdruck erkrankt, oft ohne es zu wissen. Stellt der Arzt dauerhaft erhöhten Blutdruck fest, bedeutet das: Den Blutdruck kontrollieren, Lebensgewohnheiten ändern und Medikamente einnehmen. Den Blutdruck selbst zu messen, wird zur Therapiekontrolle und –anpassung empfohlen. Es stärkt auch das Problembewusstsein des Patienten. Gelegentliche Einzelmessungen sind nicht sinnvoll. Es ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig unter den gleichen Bedingungen zu kontrollieren. Auch „gute“ Blutdruckmessgeräte messen nur in etwa 80 Prozent der Fälle genau genug. Deshalb kann erst eine dokumentierte Messreihe zeigen, wie es um den Blutdruck tatsächlich bestellt ist. Empfohlen wird auch eine Vergleichsmessung beim Arzt oder vor dem Kauf eines neuen Gerätes im Fachgeschäft oder in der Apotheke.

Die ausführlichen Ergebnisse finden sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

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