Bestattungen Erhebliche Preisunterschiede, Unklarheit bei den Kosten

Obwohl sich das Bestattungsgewerbe in den letzten Jahren um eine Verbesserung seiner Dienstleistungen bemüht, hapert es in vielen Fällen immer noch bei der Kostentransparenz. Nicht immer wurde ein Kostenvoranschlag erstellt und nur in der Hälfte der Fälle war er detailliert und aussagekräftig. Außerdem gab es für vergleichbare Leistungen erhebliche Preisunterschiede, für eine einfache Feuerbestattung etwa reichte die Spanne von 925 bis 2300 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einem Test von sechs Bestattern mit Ketten- und Filialbetrieben sowie sieben Bestattungsunternehmen der Stadt Lippstadt in NRW.

Die Tester ließen sich von jedem Bestatter dreimal beraten, dabei ging es um eine preiswerte Feuerbestattung, eine Feuerbestattung mittlerer Preisklasse und eine Erdbestattung als Vorsorge. Die Testergebnisse reichten von „gut“ bis „ausreichend“. Besonders auffallend war, dass im verdeckten persönlichen Gespräch höhere Preise genannt wurden als die bei einer offiziellen Anfrage der Stiftung Warentest. Das legt den Verdacht nahe, dass Bestatter ihren Kunden nach wie vor mehr aufdrängen, als diese eigentlich wollen.

Der Test findet sich im test Spezial Bestattungen, das außerdem ausführlich darlegt, was im Todesfall im Einzelnen zu tun ist. Die Aufgaben der Bestatter werden ebenso beschrieben wie die verschiedenen Bestattungsformen. Das Sonderheft informiert über die Kosten für Bestatter, Friedhof, Gärtner oder Steinmetz. Tipps zur Trauerbewältigung, zu Recht- und Erbschaftsfragen und zur Bestattungsvorsorge werden ebenfalls ausführlich behandelt.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Kontakt

Wenn Sie über die Stiftung Warentest berichten oder Expertinnen und Experten interviewen möchten, kontaktieren Sie das Kommunikations-Team.