Autoverkauf Wer hinter den Kärtchen am Auto steckt

Gerade Besitzer älterer Pkw finden oft kaum Käufer für ihr Auto. Da sind Händler eine Hilfe, die ihre Kärtchen an die Autoscheibe stecken – vor allem in Großstädten ein weit verbreitetes Phänomen. Die Händler bieten zunächst extrem niedrige Ankaufspreise. Doch wer ruhig bleibt und ausdauernd verhandelt, kann einige Hundert Euro mehr erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Stichprobe der Stiftung Warentest, die Verkaufsverhandlungen mit mehreren Händlern führte. Veröffentlicht ist das Ergebnis in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und auf www.test.de/auto-export.

„Wir kaufen ihren Pkw“. Hinter diesen bunten Kärtchen stecken Autohändler, die sich auf preisgünstige Autos spezialisiert haben. Sie kaufen die Wagen und geben sie an Exporteure weiter. Am Ende landen die meisten Autos in Afrika, im Nahen Osten oder in anderen Dritte-Welt-Ländern. Die Pkw, die optisch und technisch noch gut erhalten sind, werden von den Händlern aufbereitet und hierzulande weiter verkauft. Größtes Problem für private Autoverkäufer sind die Preisverhandlungen. Bei der Stichprobe wurden aus einem Angebot von anfangs 600 Euro am Ende 1.400 Euro. Der Verkäufer sollte sein Auto vor dem Vertragsabschluss abmelden und die Nummernschilder abschrauben. Sonst steht er weiter für Kfz-Steuern und Versicherung gerade, wenn der Händler es nicht abmeldet.

Das Verteilen der Kärtchen ist nicht erlaubt. Die Ordnungsämter werten die Werbung als unerlaubte Sondernutzung der Straße. Trotzdem ist es keine gute Idee, die Kärtchen einfach auf die Straße zu werfen. Das ist eine Ordnungswidrigkeit, weil man die Straße verschmutzt. Es kostet 35 Euro, wenn man dabei erwischt wird.

Der ausführliche Bericht erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.05.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/auto-export abrufbar.

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