Auslands­reise-Kranken­versicherungen Bedingungen verbessert, 7 „sehr gute“ Tarife

Jahre­lange Forderungen von Finanztest nach besserem Kranken­versicherungs­schutz für Urlauber haben gewirkt. Einige Unternehmen haben die Bedingungen für die Kunden deutlich verbessert. 7 von 46 Versicherungen schneiden deshalb im Test „sehr gut“ ab, 24 „gut“, nur noch 4 sind „ausreichend“. „Sehr guten“ Reise­schutz bekommt man schon für unter 10 Euro im Jahr, Familien müssen nicht mehr als 17,80 Euro zahlen.

„Sehr gut“ sind zum Teil unterschiedliche Tarife der Versicherer Ergo, DFV, Hanse-Merkur, Huk-Coburg und UKV. Der Versicherer ADAC, für unzu­reichende Bedingungen oft kritisiert, hat alle Reisetarife komplett über­arbeitet und bietet jetzt „guten“ Schutz an. Er zahlt nun zum Beispiel unbe­grenzt, solange ein Patient im Ausland im Kranken­haus liegt. Fast alle Unternehmen haben jetzt auch Tarife ohne Selbst­behalt und viele bieten kundenfreundlichere Regeln für den Krankenrück­trans­port nach Hause an.

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sind zwar schon inner­halb der Europäischen Union versichert und in Ländern, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht, wie die Schweiz oder die Türkei. Für Zusatz­kosten aber kommen die Krankenkassen nicht auf. Für Reisen nach Nord- oder Südamerika, Afrika oder Australien ist eine zusätzliche Kranken­versicherung sogar unerläss­lich. Für einen Kranken­haus­auf­enthalt können schnell Tausende von Dollars zusammen­kommen, ein Rück­flug von Thai­land nach Deutsch­land im Ambulanzjet kann 75.000 Euro kosten.

Der ausführ­liche Test Auslandsreise-Krankenversicherungen ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffent­licht.

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