Antifaltencremes: Wirksam, aber keine Wundermittel

Eincremen, einschlafen und beim Aufwachen zehn Jahre jünger aussehen: Manche Menschen glauben an Wunder und geben ein Vermögen aus für Nachtcremes mit Antifaltenwirkung. Das brauchen sie nicht, schreibt die Zeitschrift test in ihrer März-Ausgabe. Zu den Besten im Antifalten-Test gehörten die günstigen Cremes von Aldi. Und Wunder bewirkte keines der 16 geprüften Produkte.

Glaubt man der Kosmetikwerbung, ist glatte Haut keine Frage des Alters, sondern eine der richtigen Pflege – und das oft zu saftigen Preisen. So verspricht die Firma Biotherm den „Neue-Haut-Effekt bei jedem Erwachen“ und verkauft ihre Tiegel für 58 Euro. Die Tester aber waren nicht so begeistert: Zwar spendet die Luxus-Nachtcreme reichlich Feuchtigkeit, wirkt aber nur „ausreichend“ gegen Falten. Am Schlechtesten war das Mittel der Marke Vichy, obwohl die Creme laut Werbung „selbst ausgeprägte Falten mildert“ und mit knapp 27 Euro pro Topf auch nicht gerade günstig ist.

„Gute“ Produkte sind dafür schon ab 2,50 Euro zu haben: Die Nachtcremes aus dem Hause Aldi überzeugten die Tester genauso wie die „3 D-Hochleistungspflege“ von Diadermine (13 Euro) und „Dermo Expertise“ von L'Oréal (11,60 Euro). „Gut“ ist auch Helena Rubinsteins „Collagenist Night Anti-Wrinkle“ für schlappe 78,50 Euro.

Ein ganz glattes Gesicht kann aber keines der Mittel wieder herzaubern: Auch „gute“ Nachtcremes verbessern das Hautbild nur kurzfristig. Falten verringern sie höchstens um Hundertstel Millimeter. Für das bloße Auge ist das natürlich kaum erkennbar. An starke Mimikfalten oder Krähenfüße kommt sowieso keine Creme heran, denn die liegen viel zu tief unter der Haut. Dagegen hilft nur medizinische Behandlung – oder einfach ein entspannter Umgang mit dem Alter.

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