Alternative Behandlungsverfahren: Was die Krankenkassen bezahlen

Alternative Behandlungsverfahren Pressemitteilung

Zwei von drei Deutschen würden sich am liebsten durch eine Kombination aus Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin behandeln lassen. Doch die Krankenkassen dürfen in der Regel nur solche alternativen Behandlungsmethoden bezahlen, für die eine ausreichende Wirksamkeit nachgewiesen ist. Dennoch gibt es Spielräume, die die Krankenkassen sehr unterschiedlch nutzen. Beispiele hierfür zeigt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Februar-Ausgabe.

So übernehmen bald wohl alle Krankenkassen die Kosten für Akupunktur zur Schmerzbehandlung. In Modellvorhaben erproben sie derzeit noch ihre Wirksamkeit. Manche Kassen, wie zum Beispiel die AOK Baden-Württemberg, berechnen den Ärzten ein gesondertes Honorar für die sehr zeitaufwendigen Erstgespräche (Anamnese) bei homöopathischen Ärzten. Andere Kassen wie die Gmünder Ersatzkasse erstatten u.a. die Kosten für Anthroposophische Musiktherapie und Heileurythmie.

Auch Tai Chi und Qui Gong bieten viele Kassen an – als Kurse zur Gesundheitsprävention. Manchmal bezahlen die Kassen sogar für Therapien, die normalerweise ausgeschlossen sind, zum Beispiel für Schwerkranke oder für Menschen mt seltenen Erkrankungen.

Bevor jemand die Kasse wegen einer Alternativbehandlung wechselt, lohnt sich eine Nachfrage bei der bisherigen. Manche sind über ihren Dachverband Vereinbarungen beigetreten oder haben regionale Verträge, die sie kaum bekannt machen.

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