Alarmanlagensets zum Selbsteinbau: Nicht empfehlenswert

Sicherheitslücken und eine komplizierte Handhabung sind bei einem Großteil der getesteten Alarmanlagen zum Selbsteinbau ein klares Manko. Außensirene, Öffnungs- und Bewegungsmelder und eine telefonische Benachrichtigung bei Einbruch klingen nach einem zuverlässigen Rundumschutz für das Eigenheim. Der Test beweist das Gegenteil. Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift test die Alarmfunktion und die Handhabung von fünf Alarmanlagensets zum Selbsteinbau überprüft.

Besonders in der Urlaubszeit wünschen sich viele Menschen einen zuverlässigen Schutz vor Einbrüchen. Bei rund 140 000 registrierten Wohnungseinbrüchen im vergangenen Jahr in Deutschland ist das kein Wunder. Ein Alarmanlagenset zum Selbsteinbau gibt es bereits ab 179 Euro. Doch anhand des Preises lässt sich kein Rückschluss auf die Qualität ziehen: Sowohl die teuerste, als auch die günstigste Anlage wurde mit „Mangelhaft“ bewertet. Ausschlaggebendes Kriterium war die Alarmfunktion, bei der keines der Produkte „gut“ abgeschnitten hat.

Beim Test ließen sich Bewegungsmelder umgehen oder schlugen bei Haustierattrappen Fehlalarm. Bei einigen Anlagen ließen sich sogar die Zentrale und die Bewegungsmelder von der Wand abnehmen und durch Entnahme der Batterien unschädlich machen. Professioneller Schutz sieht anders aus.

Die Bedienung und Justierung erwiesen sich bei allen Alarmanlagen als mühsam. Dem Produkt von Abus liegt beispielsweise eine 150-seitige Gebrauchsanweisung bei, ohne die der Laie bei der Installation vermutlich aufgeschmissen ist. Ein weiteres Modell erweist sich durch das Fehlen eines Displays als äußerst kompliziert in der Inbetriebnahme.

Der ausführliche Test von Alarmanlagensets zum Selbsteinbau erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.05.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/alarmanlagen abrufbar.

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