Abruf­kredite Flexibel auf Pump bei güns­tigen Zinsen

Er ist eine kundenfreundliche Alternative zum Dispokredit, aber wenig bekannt – der Abruf- oder Rahmenkredit. Abruf­kredite sind oft ähnlich günstig wie Raten­kredite, aber so flexibel wie ein Dispo. Zugleich sind sie über­sicht­licher als Dispokredite, da sie auf einem Extra­konto einge­richtet werden. Die Zeit­schrift Finanztest hat die Angebote von 11 Banken unter die Lupe genommen.

Die Tester haben 139 Banken gefragt, ob sie einen Abruf­kredit haben – nur 11 der Banken, die sich an der Unter­suchung beteiligten, bieten ein solches Produkt an. Abruf­kredite gibt es für Beträge zwischen 300 und 50.000 Euro. Die Zinsen liegen meist deutlich unter 10 Prozent – während die Banken beim Dispo bis zu 15 Prozent pro Jahr verlangen.

Ausreißer gibt es aber auch bei den Abruf­krediten: Die Deutsche Bank verlangt mit 12,75 Prozent fast das Doppelte der Allgemeinen Beamtenkasse, die mit 6,55 Prozent Zinsen pro Jahr wesentlich güns­tiger ist, Kredite aber nur an Angestellte vergibt. Das ebenfalls güns­tige Angebot der ING-Diba, mit 6,74 Prozent im Jahr, steht auch Freiberuf­lern offen.

Noch güns­tiger ist derzeit die Volks­wagen Bank: Ihr Comfort­Credit Online kostet nur 4,88 Prozent pro Jahr. Dieser Zins­satz ist aber bis zum 15. Oktober befristet.

Banken können die Zinsen ähnlich wie Dispozinsen während der Lauf­zeit ändern. Der Kredit­rahmen hängt von der Kreditwürdig­keit des Kunden ab. Zurück­zahlen kann er flexibel. Oft gibt es zwar eine kleine monatliche Mindest­tilgung, darüber hinaus sind aber Sondertilgungen in beliebiger Höhe möglich, und Kunden können ihren Kredit­rahmen jeder­zeit wieder neu in Anspruch nehmen.

Einen umfassenden Vergleich der angebotenen Abruf­kredite gibt es in der August-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest oder online unter www.test.de/abrufkredite.

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