Abgeltungsteuer Steuererklärung kann sich weiter lohnen

Ab 2009 tritt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte in Kraft. Den einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent werden ab dann zwar die Banken abführen. Die vom Gesetzgeber versprochene „Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens“ werden trotzdem nicht alle Steuerzahler spüren. Für viele wird sich der Eintrag der Kapitaleinkünfte in die Steuererklärung weiterhin lohnen. Die Stiftung Warentest erklärt in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest, wie Steuerzahler sich Geld zurückholen können.

Die Berücksichtigung der Zinsen und der Gewinne aus Wertpapiergeschäften in der Steuererklärung kann für Anleger rentabel sein, die ihrer Bank einen zu niedrigen Freistellungsauftrag erteilt haben. Auch Sparer mit eher geringem Einkommen können so Geld zurückbekommen. Erzielen etwa Rentner oder Auszubildende mit einem Steuersatz unter 25 Prozent Zinsen über dem Steuerfreibetrag, überweist die Bank dafür praktisch zu viel Abgeltungsteuer. Mit der Steuererklärung können sie sich das Geld zurückholen.

Übrigens: Diese Mühe können sich Rentner sparen, die eine so genannte Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) vom Finanzamt bekommen. Mit ihr muss der Sparer keine Abgeltungsteuer zahlen – und zwar bis zu drei Jahre lang. Die NV-Bescheinigung ist erhältlich, wenn das zu versteuernde Einkommen mit Kapitaleinkünften voraussichtlich unter 7664 Euro liegt. Sobald die NV-Bescheinigung der Bank vorliegt, führt diese keine Abgeltungssteuer für Kapitalerträge und Spekulationsgewinne ab.

Der ausführliche Bericht findet sich in der Dezember-Ausgabe von FINANZest oder im Internet unter www.test.de.

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