mycard2go Prepaid Visa Card Kreditkarte vom Kiosk

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An Tank­stellen, Kiosken und in kleinen Lebens­mittel­läden gibt es eine neue Prepaid-Kreditkarte zum Mitnehmen, die sofort einge­setzt werden kann. Das Besondere: Auf Guthabenbasis können Inhaber damit wie mit einer Girocard (Vpay) und Kreditkarte bezahlen. Die Karte gibt es in drei Versionen: Go, Limited und Ultimate. Finanztest hat sich das Angebot angesehen und sagt, was die Kreditkarte auf Guthabenbasis taugt.

Schnell einsetz­bar und erweiter­bar

Die mycard2go Prepaid Visa Karte gibt es in drei Varianten: Go, Limited und Ultimate.

  • Go. In der Basis-Variante Go kostet die Karte einmalig 9,95 Euro. Mit ihr kann man an Laden­kassen und im Internet bezahlen. Sie muss unter Angabe der Hand­ynummer akti­viert werden: Das geht entweder per SMS an den Anbieter oder online (Infos unter mycard2go). Die Karte kann in dieser Variante nur einmalig aufgeladen werden: mit 25, 50 oder 100 Euro. Bargeld­abhebungen sind nicht möglich.
  • Limited. Weitere Aufladungen sind erst ab dem nächst­höheren Status möglich: maximal 100 Euro im Monat lassen sich mit der Variante Limited abheben. Dafür müssen die persönlichen Daten online angegeben werden. Nach dem Upgrade ist die Karte zunächst ein Jahr kostenlos. Danach wird ein Jahres­preis von 9,95 Euro fällig.
  • Ultimate. Für die dritte Stufe Ultimate muss der Kunde sich per Post-Ident-Verfahren legitimieren. Dann kann der Karten­inhaber die Karte mit bis zu 30 000 Euro pro Jahr aufladen, welt­weit Geld am Auto­maten abheben und anderen Karten­inhabern Geld über­weisen.

Vorteile: Ohne Bonitäts­prüfung

Die Karte gibt es ohne Bonitäts­prüfung. Sie ist schnell einsetz­bar. Die Varianten Limited und Ultimate sind im ersten Jahr nach Frei­schaltung kostenlos. Es wird kein Auslands­einsatz­entgelt berechnet.

Nachteile: Hohe Kosten

  • Go: Das Rest­guthaben verringert sich nach einem Jahr um 1 Euro monatlich, wenn der Inhaber nicht den Kartenstatus wechselt. Die Go-Variante eignet sich nur für kleinere Einkäufe.
  • Limited: Jede Aufladung per Über­weisung kostet pauschal 1 Euro, Aufladung im Handel 4 Prozent von der Aufladungs­summe, mindestens 1 Euro. Die Auszahlung von Rest­guthaben per Über­weisung kostet 1 Euro, die Kontenschließung 4,95 Euro.
  • Ultimate: Die Aufladungen kosten soviel wie im Limited-Status. Geld­abhebungen am Auto­maten sind mit pauschal 4,95 Euro insbesondere bei kleineren Abhebungen teuer. Die Auszahlung von Rest­guthaben per Über­weisung kostet 1 Euro, die Kontenschließung 4,95 Euro.

Fazit: Nur höchster Status bietet umfang­reiche Möglich­keiten

Die Basis­variante Go ist teuer und allenfalls sinn­voll als Alternative für Bargeld- oder Gutschein­geschenke und als Übung für den Umgang mit einer Kreditkarte. Zu einer voll­wertigen Prepaid-Kreditkarte wird mycard2go erst im Status Ultimate. Dann ist sie mit einem Jahres­preis von 9,95 Euro vergleichs­weise günstig für Zahlungen im Internet und an der Laden­theke. Zu beachten sind allerdings die Kosten für Aufladungen. Wer auf Bargeld­abhebungen verzichtet, hält die Kosten im Zaum.

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Mike.Hammer am 30.05.2018 um 14:29 Uhr
Betrug am Kunden???

Hatte mir diese Karte an der Tankstelle gekauft und mit 50 Euro aufgeladen als Reserve für den Urlaub.
Aktivierung mit meiner alten Handynummer.
Kurz danach habe ich die Handynummer gewechselt und mehrmals versucht über das Kontaktformular diese Bank zu erreichen um sie über den Wechsel zu einer anderen Nummer zu informieren.
Leider kam nie eine Antwort und jetzt habe ich erfahren, das der neue Eigentümer ebenfalls eine Karte aktiviert hat.
Somit wurde meine Karte gelöscht und das komplette Guthaben ist weg und wird auch nicht erstattet. Die Bank hat es einbehalten.
Das ist in meinen Augen reine Abzocke.
Laßt die Finger davon, bevor es euch so geht wie mir.

proLeser am 09.04.2016 um 16:23 Uhr
Teurer Ausweg nach Ärger mit paypal

Vor Jahren kam es zu Problemen im Datenabgleich mit paypal. Seitdem forderte ich die Firma immer wieder auf, mein damaliges Konto spurenfrei zu löschen, um einen sauberen Neustart einvernehmlich zu gestalten.
Stattdessen gibt es keine Antworten, sondern immer wieder nur nichtmaterielle Forderungen von paypal. Dies stört mich ganz erheblich.
Die Prepaid-Kreditkarten könnten (nur für Dritte?) ein Weg sein, solche Dinge teuer zu vermeiden.

Skipper_F28 am 09.04.2016 um 13:30 Uhr
günstig ist relativ

Da es heute von diversen Anbietern (z.B. DKB, comdirect, Tchibo etc.) kostenlose Visa bzw Mastercard Karten gibt, sehe ich nur für Kunden mit einer grottenschlechten Schufa einen Sinn in einer derartigen Karte. Für alle anderen gilt: Wer rechnen kann, der macht um dieses Angebot einen großen Bogen - die Gebühren grenzen schon an Abzocke. Wenn schon Guthaben auf der Kreditkarte, dann doch bitte mit Guthaben-Zinsen so wie bei der DKB (0,7%) und kostenlosen Abhebungen an jedem Geldautomaten in Europa.