Medikamente im Test

Vitamin C

Wirkungsweise

Vitamin C (Ascorbinsäure) soll bei der vaginalen Anwendung das Scheidenmilieu ansäuern. Das fördert die normale, gesunde Scheidenflora und verschlechtert die Lebensbedingungen von krankmachenden Keimen – abgesehen der von Hefepilzen. Möglicherweise kann das den Körper unterstützen, ein gesundes Scheidenmilieu aufrechtzuerhalten. Ob dies therapeutisch wirklich notwendig ist, ist noch offen. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn eine Frau eine derartige Behandlung versucht. In diesem Sinne wird Vitamin C als "geeignet" bewertet. Voraussetzung ist jedoch, dass eine Infektion vorher mit einem spezifisch wirkenden Mittel erfolgreich bekämpft wurde. Als alleinige Maßnahme ist Vitamin C nicht geeignet, um Scheideninfektionen zu beseitigen.

Bei diesem Mittel handelt es sich um ein Medizinprodukt, nicht um ein zugelassenes Arzneimittel.

Anwendung

Das Mittel sollten Sie am besten vor dem Schlafengehen anwenden.

Wenn sich die Vaginaltabletten schlecht einführen lassen, weil die Scheide sehr trocken ist, kann das Medikament vorher mit etwas Wasser angefeuchtet werden.

Es kann sinnvoll sein, während der Behandlung Slipeinlagen zu verwenden, um einen eventuellen wässrigen Ausfluss aufzufangen.

Gegenanzeigen

Sie dürfen das Mittel nicht anwenden, wenn Sie eine Pilzinfektion im Genitalbereich haben. Pilzinfektionen bekämpft das Mittel nicht, vielmehr können entsprechende Beschwerden durch die Ansäuerung des Scheidenmilieus noch verstärkt werden. Das bedeutet, dass Sie mit der Anwendung zurückhaltend sein sollten, wenn sie der Arzt nicht verordnet hat, denn krankhafter Ausfluss beruht häufig auf einer Infektion mit Pilzen.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Es können schwache Hautreaktionen mit Brennen oder Jucken auftreten. Dabei ist aber nicht sicher, ob sie auf dem Medikament beruhen oder die Anzeichen einer Hefepilzinfektion sind, die bisher unbemerkt vorgelegen hat und nun gezielt behandelt werden muss.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, Scheideninfektionen spezifisch zu behandeln. Dafür eignet sich dieses Mittel nicht.

Einwände gegen die Anwendung von Vitamin C in der Schwangerschaft, die auf dem Inhaltsstoff beruhen, gibt es jedoch nicht. Allerdings sollten Sie die Vaginaltabletten mit dem Finger einführen. Manipulationen mit einem Applikator bergen das Risiko, Blutungen am Muttermund auszulösen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs