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Vitamin B12

Wirkungsweise

Die blutbildenden Zellen im Knochenmark brauchen Vitamin B12, um Blutkörperchen herzustellen. Der chemische Ausdruck für Vitamin B12 lautet Cyanocobalamin.

Mit der üblichen Mischkost, die auch Fleisch beinhaltet, erhält der Körper etwa die zehnfache Menge an Vitamin B12, die er benötigt (der Tagesbedarf liegt bei zwei bis fünf Mikrogramm). Da Vitamin B12 jedoch in Pflanzen nicht vorkommt, kann bei Vegetariern und Veganern, die auch auf Eier und Milchprodukte verzichten, ein Mangel entstehen. Er lässt sich durch Hefe oder Hefeextrakt sowie milchsauervergorene Lebensmittel (z. B. Sauerkraut) ausgleichen. Auch Tabletten mit Vitamin B12 sind dafür geeignet.

Bei perniziöser Anämie sind Tabletten mit Vitamin B12 wirkungslos, weil die Wirkstoffe im Darm nicht aufgenommen werden können. Eine perniziöse Anämie entsteht, wenn der Transportstoff Intrinsic Factor nicht vorhanden ist. Das Vitamin muss dann lebenslang vom Arzt gespritzt werden. Für diesen Zweck sind Injektionslösungen mit Vitamin B12 geeignet. Die therapeutische Wirksamkeit ist gut belegt; schon nach zwei bis fünf Tagen bessert sich die Blutarmut.

Anwendung

Bei perniziöser Anämie muss Vitamin B12 zur Behandlung und auch später zur Prophylaxe regelmäßig gespritzt werden. Ist der Mangel an Vitamin B12 sehr ausgeprägt, sollte der Arzt einige Wochen zweimal wöchentlich 1 000 Mikrogramm Vitamin B12 in die Muskulatur spritzen. Zur Erhaltungstherapie genügen danach 100 Mikrogramm einmal im Monat.

Beruht der Vitamin-B12-Mangel dagegen auf einer Mangelernährung, genügen zehn Mikrogramm täglich als Tabletten, wenn die Aufnahme nicht durch eine Magen- oder Darmstörung beeinträchtigt ist.

Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen wie Akne oder allergische Reaktionen sind nur in Einzelfällen zu erwarten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs