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Triptan: Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan und Sumatriptan

Wirkungsweise

Triptane sind Mittel, die Migräneanfälle sehr wirksam unterbrechen können. Der erste Wirkstoff dieser Gruppe war Sumatriptan. Mit ihm werden alle anderen verglichen. Sumatriptan wird von allen Triptanen in Deutschland am häufigsten eingesetzt. In einer Packungsgröße von maximal 100 Milligramm Sumatriptan mit Tabletten, die nicht mehr als 50 Milligramm des Mittels enthalten, ist die Verschreibungspflicht inzwischen aufgehoben. Auch die beiden Substanzen Almotriptan und Naratriptan sind ohne Rezept erhältlich. Testergebnisse Triptane

Triptane beeinflussen das Migränegeschehen auf drei Wegen. Zum einen verengen sie die großen Blutgefäße im Gehirn. Dann hemmen sie die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen aus den Zellen eines Nervs, der sich durch den Kopf zieht und bei Migräne betroffen ist. Und zum Dritten blockieren sie die Übertragung der Schmerzempfindung im Gehirn.

Triptane wirken in erster Linie bei Migräne und sind auch nur dafür zugelassen. Bei mittelschweren bis schweren Migräneattacken sind es die wirksamsten Arzneimittel. Sie werden als "geeignet" bewertet. Zusätzliche Magenmittel sind bei der Anwendung von Triptanen nicht notwendig, da die Mittel auch Begleitbeschwerden wie Übelkeit lindern.

Triptane können in jeder Phase des Migräneanfalls verwendet werden. Doch je früher sie eingesetzt werden, desto besser wirken sie.

Mittlerweile gibt es eine breite Palette von Triptanen. Die Neuentwicklungen unterscheiden sich in ihren Wirkeigenschaften teilweise etwas von Sumatriptan. Damit kann das Triptan ausgewählt werden, das am besten zur individuellen Migränesymptomatik passt. Wenn ein Triptan nicht zufriedenstellend gewirkt hat, kann es sinnvoll sein, ein anderes zu versuchen.

Triptane wirken nicht bei Spannungskopfschmerzen. Diese Art von Kopfschmerzen kommt deutlich häufiger vor als Migränekopfschmerz. Anhand ihrer typischen Anzeichen und Beschwerden lässt sich Migräne von anderen Kopfschmerzarten aber gut abgrenzen.

Rezeptfreie Mittel

Almotriptan eignet sich besonders, wenn eine rasche Wirkung gewünscht ist, da seine schmerzstillende Wirkung etwa 30 Minuten nach der Einnahme einsetzt. Etwa zwei Stunden danach ist sie am stärksten. Almotriptan wirkt ähnlich stark wie Sumatriptan.

Naratriptan eignet sich dagegen eher für Menschen, deren Migräneattacken langsam einsetzen und lange anhalten. Bei diesem Wirkstoff setzt die Schmerzlinderung langsamer ein als bei Almotriptan, hält dafür aber länger an. Insgesamt wirkt das Mittel wohl etwas schwächer als Sumatriptan, ist dafür aber auch besser verträglich. Nach der Einnahme von Naratriptan kehren die Kopfschmerzen selten noch einmal zurück. Das kann die Gefahr verringern, durch häufigen Gebrauch einen Dauerkopfschmerz hervorzurufen.

Beide Mittel dämpfen auch die bei Migräne häufig bestehende Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm.

Almotriptan und Naratriptan werden als "geeignet" bewertet, um mittelschwere bis schwere Attacken selbst zu behandeln, wenn Schmerzmittel nicht ausreichend wirksam sind oder nicht angewendet werden können. Die Vertreter dieser Wirkstoffgruppe gelten als die am besten wirksamen Migränemittel. Allerdings gehen sie auch mit mehr Nebenwirkungen einher als Schmerzmittel wie ASS und Ibuprofen.

Sowohl von Almotriptan wie auch von Naratriptan sind neben den rezeptfreien Medikamenten auch rezeptpflichtige erhältlich. Diese unterscheiden sich lediglich in der Packungsgröße.

Rezeptpflichtige Mittel

Sumatriptan, der erste Wirkstoff dieser Gruppe, wird seit langem breit eingesetzt und steht nicht nur als Tabletten, sondern beispielsweis auch als Nasenspray oder Fertigspritze zur Verfügung. Das Mittel ist bei mittelschweren bis schweren Migräneanfällen geeignet. Wenn der Wirkstoff nicht stark oder lang genug wirkt, können andere Triptane passender sein.

So kann es hilfreich sein zu Eletriptan zu wechseln, wenn Sumatriptan die Schmerzen nicht ausreichend lindert. Eletriptan wirkt in hoher Dosierung – das heißt zweimal 40 Milligramm – etwas schneller und stärker. Allerdings muss dabei eher mit unerwünschten Wirkungen gerechnet werden als bei Sumatriptan.

Menschen, deren Migräneattacken langsam einsetzen und lange anhalten, hilft Frovatriptan vielleicht besser als Sumatriptan, denn es wirkt langsamer, aber deutlich länger als dieses. Nach der Einnahme von Frovatriptan kehren die Kopfschmerzen seltener noch einmal zurück.

Für Personen mit einem solchen Migräneverlauf kann sich auch Naratriptan eignen. Es wirkt in den ersten Stunden eines Anfalls schwächer als Sumatriptan, ruft aber weniger Nebenwirkungen hervor als Sumatriptan. Einzelne Präparate mit Naratriptan sind rezeptpflichtig, andere wiederum rezeptfrei erhältlich.

In einer Dosierung von 10 Milligramm wirkt Rizatriptan etwas stärker und rascher als 100 Milligramm Sumatriptan zum Einnehmen. In der Folge treten die Kopfschmerzen dann aber häufiger erneut auf.

Almotriptan und Zolmitriptan bieten gegenüber Sumatriptan keine nennenswerten Vorteile.

Anwendung

Bei einer herannahenden Migräneattacke wenden Sie das Mittel so früh wie möglich an. Haben Sie keine Wirkung verspürt, ist es sinnlos, das Mittel bei derselben Attacke noch einmal einzusetzen. Lassen die Schmerzen jedoch nach, setzen aber nach mehreren Stunden erneut ein, hat das Arzneimittel für die Dauer des Anfalls nicht ausgereicht. Dann können Sie unter Berücksichtigung der angegebenen Zeitabstände eine zweite Dosis anwenden.

Weil nach zu häufiger Anwendung Dauerkopfschmerzen auftreten können, sollten Triptane höchstens an zehn Tagen pro Monat eingesetzt werden.

  • Almotriptan: Als Einzelmenge werden 12,5, Milligramm Almotriptan empfohlen. Innerhalb von 24 Stunden dürfen maximal 25 Milligramm eingenommen werden. Eine zweite Dosis darf frühestens nach zwei Stunden eingenommen werden.
  • Eletriptan: Wer mit der ersten Dosis von 40 Milligramm nicht schmerzfrei geworden ist, darf frühestens nach zwei Stunden eine zweite Dosis einnehmen. 80 Milligramm ist die Höchstmenge für 24 Stunden.
  • Frovatriptan: Die Einzelmenge liegt bei 2,5 Milligramm. Innerhalb von 24 Stunden dürfen maximal 5 Milligramm eingenommen werden. Auch bei diesem Mittel müssen zwischen erster und zweiter Dosis mindestens zwei Stunden liegen.
  • Naratriptan: Als Einzeldosis werden 2,5 Milligramm Naratriptan empfohlen. Die zweite Dosis darf frühestens nach vier Stunden eingenommen werden. Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden liegt bei 5 Milligramm.
  • Rizatriptan: Als Einzeldosis werden 10 Milligramm Rizatriptan empfohlen. Sollte diese Menge nicht ausreichend wirken, darf frühestens zwei Stunden nach der ersten Dosis noch eine zweite Dosis eingenommen werden. Die Höchstmenge Rizatriptan pro Tag beträgt 20 Milligramm. Den Wirkstoff gibt es auch als Schmelztabletten, die sich auf der Zunge auflösen. Der so gelöste Wirkstoff wird geschluckt und im Dünndarm in den Körper aufgenommen. Schmelztabletten wirken nicht schneller als andere Tabletten zum Einnehmen. Sie können aber vorteilhaft sein, wenn kein Wasser zur Hand ist, um sie einzunehmen, und für diejenigen, die Tabletten schlecht schlucken können.
  • Sumatriptan: Die zweite Dosis darf frühestens nach zwei Stunden angewendet werden. Bei den Mitteln zum Einnehmen ist zu beachten, dass Einzeldosen, die höher liegen als 100 Milligramm, nicht mit einer verbesserten Wirkung einhergehen. Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden sind 300 Milligramm Sumatriptan in Tablettenform. Sumatriptan gibt es in zwei unterschiedlichen Dosierungen auch als Nasenspray. Er ist für diejenigen gedacht, die wegen der Übelkeit nichts Geschlucktes bei sich behalten können.
  • Zolmitriptan: Die empfohlene Einzeldosis liegt bei 2,5 Milligramm Zolmitriptan. Eine zweite Dosis darf frühestens nach zwei Stunden eingenommen werden. Sollten 2,5 Milligramm als Einzeldosis nicht ausreichend wirken, kann diese auf 5 Milligramm erhöht werden. Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden beträgt 10 Milligramm. Zolmitriptan gibt es auch als Nasenspray. Er wird einmal in ein Nasenloch gesprüht. Wer von der einen zur anderen Anwendungsform wechselt, sollte bedenken, dass dieselbe Dosis Tabletten und Nasenspray nicht gleich wirksam sind. Es kann sein, dass die Wirksamkeit des Nasensprays nicht so lange anhält wie die der Tabletten. Den Wirkstoff gibt es auch als Schmelztabletten, die sich auf der Zunge auflösen. Der so gelöste Wirkstoff wird geschluckt und im Dünndarm in den Körper aufgenommen. Schmelztabletten wirken nicht schneller als andere Tabletten zum Einnehmen, können aber vorteilhaft sein, wenn kein Wasser zur Hand ist, um sie einzunehmen, und für diejenigen, die Tabletten schlecht schlucken können.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie keine Triptane anwenden:

  • Ihre Herzkranzgefäße werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, z. B. bei Angina Pectoris, Koronarspasmen, Herzinfarkt oder erhöhtem Blutdruck.
  • Sie leiden an Durchblutungsstörungen in den Händen (Raynaud-Krankheit) oder den Beinen (arterielle Verschlusskrankheit).
  • Sie haben bereits einmal Symptome einer vorübergehenden Durchblutungsstörung der Hirngefäße (TIA) gehabt oder einen Schlaganfall erlitten.
  • Sie haben eine spezielle Form von Migräne. Beispielsweise eine hemiplegische Migräne, die mit einer Aura und einer Bewegungsschwäche auf einer Körperseite einhergeht. Oder eine Basilarismigräne, bei der die Aurasymptome mit unbeholfenen und ungerichteten Bewegungen, Sprachstörungen, Ohrgeräuschen und Bewusstseinsstörungen einhergehen. Auch bei einer ophthalmoplegischen Migräne, bei der eine Augenmuskelschwäche auftritt, dürfen Triptane nicht angewendet werden.

Triptane dürfen nicht zugleich mit Mutterkornalkaloidpräparaten oder Mitteln, die sich von Mutterkornalkaloiden ableiten, angewendet werden (z. B. bei Migräne, niedrigem Blutdruck, Parkinsonkrankheit).

Rizatriptan und Sumatriptan dürfen nicht gemeinsam mit MAO-Hemmern angewendet werden (z. B. Tranylcypromin bei Depressionen, Selegilin bei Parkinsonkrankheit). Dann kann sich ein Serotonin-Syndrom entwickeln. Nach dem Ende einer Behandlung mit MAO-Hemmern müssen zwei Wochen verstreichen, bevor eines dieser Triptane eingesetzt werden darf.

Eletriptan darf nicht gleichzeitig mit folgenden Medikamenten angewendet werden: Itraconazol und Ketoconazol (innerlich bei Pilzinfektionen), Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin und Josamycin (bei bakteriellen Infektionen), Indinavir, Nelfinavir und Ritonavir (bei HIV-Infektion).

Rizatriptan: Werden Sie zusätzlich mit Propranolol behandelt – entweder zur Migränevorbeugung oder aufgrund von Herzproblemen –, dürfen Sie am Tag nicht mehr als 10 Milligramm Rizatriptan einnehmen.

Der Arzt sollte Nutzen und Risiken einer Anwendung von Triptanen sorgfältig abwägen, wenn Sie Risikofaktoren für die genannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen. Dazu gehören Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen oder die Anwendung eines Nikotinpräparats, Übergewicht sowie eine familiäre Belastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt insbesondere bei Männern über 40 Jahre und bei Frauen nach den Wechseljahren.

Wenn die Leber- und Nierenfunktion eingeschränkt ist, muss ein Arzt Nutzen und Risiko der Einnahme besonders sorgfältig gegeneinander abwägen. Bei manchen Triptanen ist die Anwendung nicht erlaubt, wenn die Organfunktion schwerwiegend eingeschränkt ist. Bei anderen muss die Dosierung der Mittel angepasst werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie noch andere Medikamente nehmen, ist zu beachten:

  • Bei der gemeinsamen Anwendung von Triptanen und Johanniskrautprodukten (bei Depressionen) können die Nebenwirkungen der Triptane häufiger auftreten.

Rizatriptan sollten Sie nicht zusammen mit Propranolol (zur Vorbeugung gegen Migräne und bei hohem Blutdruck) anwenden, weil sich sonst die Nebenwirkungen von Rizatriptan verstärken können. Wollen Sie mit einem Betablocker Migräneanfällen vorbeugen, eignet sich Metoprolol statt Propranolol.

Unbedingt beachten

Triptane können in Kombination mit SSRI (z. B. bei Depressionen) im Einzelfall ein Serotonin-Syndrom auslösen. Wenn Sie bereits mit SSRI behandelt werden und wegen einer Migräneattacke ein Triptan zusätzlich einnehmen wollen, sollten Sie auf Beschwerden wie Fieber, Desorientiertheit, Erregungszustände, steife, zuckende und verkrampfte Muskeln achten. Bei entsprechenden Symptomen sollten Sie den Arzt aufsuchen. Ein Serotonin-Syndrom kann sich bis zu Bewusstseinstrübung und Blutdruckabfall steigern und lebensbedrohlich werden. Wenn Sie die Mittel absetzen, bilden sich die Beschwerden innerhalb von 24 Stunden zurück.

Triptane dürfen nicht gemeinsam mit Produkten angewendet werden, die Mutterkornalkaloide und davon abgeleitete Substanzen enthalten. Diese werden ebenfalls bei Migräne eingesetzt, aber auch bei niedrigem Blutdruck und Parkinsonkrankheit. Bei einer solchen Kombination können sich die Blutgefäße derart verengen, dass das Risiko vor allem für Schäden am Herzen ansteigt. Als Zeichen dafür können vermehrt Angina-Pectoris-Anfälle auftreten. Zwischen der Anwendung der beiden Substanzgruppen sollten mindestens 24 Stunden Abstand liegen.

Eletriptan wirkt in Kombination mit Ketoconazol und Itraconazol (innerlich bei Pilzinfektionen), Clarithromycin, Erythromycin, Josamycin (Antibiotika bei bakteriellen Infektionen), Indinavir, Nelfinavir und Ritonavir (Mittel bei HIV-Infektion) stärker. Dadurch kann der Blutdruck ansteigen und es können Herz-Kreislauf-Störungen auftreten.

Rizatriptan und Sumatriptan können in Kombination mit MAO-Hemmern (z. B. Tranylcypromin bei Depressionen, Selegilin bei Parkinsonkrankheit) zu einem Serotonin-Syndrom führen. Diese Mittel dürfen Sie erst anwenden, nachdem Sie mindestens 14 Tage lang keinen MAO-Hemmer mehr eingenommen haben.

Wird Zolmitriptan in einer Dosierung von mehr als fünf Milligramm angewendet, ist in Kombination mit MAO-Hemmern ebenfalls ein Serotonin-Syndrom zu befürchten.

Nebenwirkungen

Wenn Triptane mehrere Monate lang an mehr als zehn Tagen im Monat eingenommen werden, können sie einen Dauerkopfschmerz auslösen. Häufen sich die Migräneattacken, besprechen Sie das mit dem Arzt. Wenn Sie die Mittel länger einnehmen, kann es sein, dass sich eine Abhängigkeit entwickelt.

Almotriptan, Naratriptan, Sumatriptan: Wenn Sie auf Sulfonamide (Bestandteil von z. B. Cotrimoxazol, bei bakteriellen Infektionen) allergisch reagieren, kann es sein, dass Sie diese Triptane nicht vertragen.

Keine Maßnahmen erforderlich

In verschiedenen Körperteilen kann sich ein Wärmegefühl entwickeln. Sie können verstärkt schwitzen. Die Gliedmaßen können sich unangenehm und schwer anfühlen.

Der Mund kann trocken sein. Es können sich Geschmacksstörungen einstellen.

Nasensprays: Die Nasenhöhle kann sich entzünden und es kann zu Nasenbluten kommen. In aller Regel geht das bald vorüber.

Muss beobachtet werden

Der Blutdruck kann ansteigen. Wenn Sie ohnehin hohen Blutdruck haben, sollten Sie ihn öfter messen und Veränderungen mit einem Arzt besprechen.

Bei mehr als 1 von 100 Behandelten stellen sich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall ein. Bei Zolmitriptan sind 15 von 100 Personen betroffen.

Ebenso viele Personen sind müde und benommen, empfinden Schwindel und klagen über ein gestörtes Empfinden in den Gliedmaßen. Dieses sollten Sie mit einem Arzt besprechen.

Bei mehr als 1 von 100 Personen treten Muskel- oder Gelenkschmerzen auf.

Bei weniger als 1 von 10 000 Behandelten färbt sich aufgrund von Durchblutungsstörungen die Haut an Beinen und Armen bläulich oder weißlich. Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Hat dagegen ein Arzt Ihnen das Mittel verordnet, sollten Sie ihn aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt, Sie das Mittel ersatzlos absetzen können oder ein Alternativmedikament benötigen. Solche Hautreaktionen treten bei 1 bis 10 von 10 000 Behandelten auf. Ebenso häufig rötet sich das Gesicht und schwillt an.

Angst, Nervosität, Schlafstörungen und Depressionen können in unterschiedlicher Intensität auftreten. Besprechen Sie dieses frühzeitig mit einem Arzt.

Auch Hörstörungen wie Pfeifen und schlechtes Hören sollten Sie ihm mitteilen.

Sofort zum Arzt

Wenn sich schwere Hauterscheinungen mit Rötung und Quaddeln an Haut und Schleimhäuten sehr rasch (meist innerhalb von Minuten) entwickeln und zusätzlich Luftnot oder eine Kreislaufschwäche mit Schwindel und Schwarzsehen oder Durchfälle und Erbrechen auftreten, kann es sich um eine lebensbedrohliche Allergie bzw. einen lebensbedrohlichen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. In diesem Fall müssen Sie die Behandlung mit dem Medikament sofort stoppen und den Notarzt (Telefon 112) verständigen.

Bei Herzschmerzen (Angina Pectoris), Engegefühl in der Brust, Herzrasen und Schwindel rufen Sie am besten sofort einen Arzt. Es kann sich um einen Herzinfarkt handeln. Da Triptane die Blutgefäße verengen, sind Menschen mit koronarer Herzkrankheit besonders gefährdet.

Bei Sprachstörungen, Sehstörungen unterschiedlicher Art, Taubheit und Lähmungen sollten Sie sofort einen Arzt rufen. Es kann sich um einen Schlaganfall handeln, bei dem ein Blutgefäß im Kopf verschlossen ist.

Triptane können Krampfanfälle auslösen. Rufen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt.

In Einzelfällen können Triptane auch allein ein Serotonin-Syndrom auslösen, wie es für einige von ihnen in Kombination mit anderen Arzneimitteln angegeben ist. Dieses äußert sich durch Fieber, Desorientiertheit, Erregungszustände, steife, zuckende und verkrampfte Muskeln. Es kann sich bis zu Bewusstseinstrübung und Blutdruckabfall steigern und lebensbedrohlich werden. Bei den entsprechenden Symptomen sollten Sie sich sofort an einen Arzt wenden.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Ist in der Schwangerschaft eine medikamentöse Behandlung mit Triptanen unbedingt erforderlich, sollte Sumatriptan angewendet werden, weil damit die meisten Erfahrungen vorliegen. Auch in der Stillzeit sollte Sumatriptan bevorzugt werden.

Bei einmaliger Anwendung eines dieser Medikamente in der Stillzeit brauchen Sie das Stillen nicht zu unterbrechen.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Über die Anwendung von Triptanen zum Einnehmen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es für keinen Wirkstoff ausreichende Erkenntnisse. Sie sollten daher im Allgemeinen nicht mit diesen Mitteln behandelt werden. Das gilt sowohl für die rezeptpflichtigen wie auch für rezeptfreien Zubereitungsformen.

AscoTop nasal 5 mg und Imigran nasal 10 mg sind für eine Behandlung von Kindern über zwölf Jahre zugelassen. Kinder ab diesem Alter, deren Migräne so belastend ist, dass die Anwendung eines Triptans notwendig erscheint, können diese Mittel auf ärztliche Verordnung hin anwenden.

Für ältere Menschen

Wie sich Triptane bei Menschen über 65 Jahre auswirken, ist nicht ausreichend dokumentiert. Vorsichtshalber sollten sie keine Triptane anwenden.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Wenn Sie sich benommen, müde oder schwindlig fühlen oder schlecht sehen, sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

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