Medikamente im Test

Synthetischer Gerbstoff (äußerlich)

Wirkungsweise

Synthetischer Gerbstoff bewirkt, dass sich die Haut an der Oberfläche etwas zusammenzieht (adstringierende Wirkung).

Juckreiz, Ekzem, Neurodermitis

Der Gerbstoff lässt außerdem Eiweißstoffe an den wunden Hautstellen bei Ekzemen gerinnen. Dadurch bildet sich eine Art künstlicher Schorf. Durch das Zusammenziehen der Haut gibt sie dann weniger Schweiß und Flüssigkeit ab, sodass nässende Wunden trocknen. Zwar liegen für die Behandlung von Hautekzemen keine ausreichenden Beweise aus klinischen Studien vor, Gerbstoffe können aber bei leichten Hautentzündungen und juckenden Hauterkrankungen unterstützend eingesetzt werden.Dafür sind die Mittel geeignet.

Windelpilz

Außerdem bewirkt der Gerbstoff, dass die an der Hautoberfläche vorhandenen Eiweißstoffe an den wunden Hautstellen gerinnen und sich eine Art künstlicher Schorf bildet. Dann wird Bakterien und Pilzen der Nährboden entzogen. Der Gerbstoff wirkt also nicht direkt gegen Pilze, sondern leicht antientzündlich, dämpft den Juckreiz und stabilisiert die Haut. Zur unterstützenden Behandlung einer Pilzinfektion – immer nur zusätzlich zu Antipilzmitteln, z. B. Nystatin – ist synthetischer Gerbstoff geeignet.

Übermäßiges Schwitzen

Aufgrund der zusammengezogenen Haut nimmt der Schweißfluss ab. Darüber hinaus verlangsamt der Gerbstoff das Wachstum der geruchsbildenden Bakterien auf der Haut und wirkt auf diese Weise leicht geruchsbindend.

Anwendung

Juckreiz, Ekzem, Neurodermitis

Die verschiedenen Zubereitungsformen wenden Sie je nach Hautzustand an. Creme und Fettcreme sind angebracht, wenn die Haut nicht nässt.

Die Lotion ist eine wässrige Suspension und kann auch bei nässenden Stellen eingesetzt werden. Die Flasche müssen Sie vor der Anwendung gut schütteln, damit sich die Wirkstoffe in der Lösung verteilen.

Pulver als Badezusatz kommt bei allen Hautausschlägen infrage. Nach dem Bad sollten Sie die Haut mit einem Handtuch nur leicht trockentupfen, nicht reiben. Seife dürfen Sie nicht gleichzeitig verwenden, weil der Gerbstoff dann nicht mehr wirkt. Bei größeren Hautverletzungen, fieberhaften oder infektiösen Erkrankungen sowie bei Herzschwäche und hohem Blutdruck dürfen Sie keine warmen Vollbäder nehmen oder müssen vorher Rücksprache mit einem Arzt halten. Außerdem müssen Sie darauf achten, dass die Wanne kein Metall enthält, sondern voll emailliert oder aus Kunststoff ist. Wenn Gerbstoff mit Metall in Berührung kommt, kann sich dieses verfärben.

In der Umgebung der Augen dürfen Sie keine Gerbstoffe anwenden. Wenn etwas ins Auge geraten ist, müssen Sie das Auge 10 bis 15 Minuten lang mit klarem Wasser spülen und anschließend möglichst bald einen Augenarzt aufsuchen. Nach der Anwendung der Mittel sollten Sie sich sorgfältig die Hände waschen, damit nicht über die Finger etwas von dem Mittel ins Auge gerät.

Alle Präparate wenden Sie nach Bedarf an.

Windelpilz

Bei einer Pilzinfektion im Windelbereich waschen Sie die Haut bei jedem Wickeln mit gerbstoffhaltigem Wasser ab oder baden das Gesäß darin. Seife dürfen Sie nicht gleichzeitig verwenden, weil der Gerbstoff dann nicht mehr wirkt. Anschließend lassen Sie die Haut an der Luft trocknen oder föhnen sie trocken (am Föhn Kaltstufe einstellen).

Lotion und Creme verteilen Sie bei jedem Windelwechsel dünn auf den betroffenen Hautstellen. Die Lotion müssen Sie vor der Anwendung gut schütteln, damit sich die Wirkstoffe in der Lösung verteilen. Waschen Sie sich die Hände anschließend sorgfältig, damit Sie das Mittel nicht versehentlich ins Auge reiben.

Übermäßiges Schwitzen

Um übermäßigem Schwitzen entgegenzuwirken, baden Sie nach Bedarf mit dem Badezusatz oder waschen sich ein- bis zweimal täglich damit, vor allem an den Stellen, an denen Sie stark schwitzen. Alternativ tragen Sie dort ein- bis zweimal täglich die Lotion auf. Waschen Sie sich nach jeder Anwendung sorgfältig die Hände, damit Sie das Mittel nicht versehentlich ins Auge reiben.

Achtung

Tannolact Fettcreme und Tannosynt Lotio: Diese Mittel enthalten als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf  Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie diese Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich röten und brennen. Auch kann die Creme die Haut stark austrocknen.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Stoffe nicht ins Auge gelangen.

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