Medikamente im Test

Schmerzmittel: Paracetamol + Codein (Kombination)

Wirkungsweise

Diese Arzneimittel enthalten den Schmerzwirkstoff Paracetamol und Codein. Codein ist ein Inhaltsstoff des Opiums und gehört zu den schwach wirkenden Opioiden. Es lindert Schmerzen und stillt Husten. Die schmerzhemmenden Wirkungen von Codein und Paracetamol ergänzen sich, sodass es sinnvoll ist, sie in einer festgelegten Kombination anzuwenden. Die Präparate werden bei mittelstarken bis starken Schmerzen als "geeignet" bewertet, wenn die Dosierung der jeweiligen Einzelbestandteile den individuellen Erfordernissen entspricht.

Die weiteren Erläuterungen lesen Sie unter Paracetamol und Codein.

Achtung

Paracetamolhaltige Mittel können bei gestörter Leberfunktion, wie sie z. B. bei Alkoholmissbrauch oder Leberentzündungen vorkommt, stärker wirken. Dann kann eine sonst ungefährliche Dosis bereits zu Vergiftungserscheinungen führen. Hinweise zur Vermeidung einer Überdosierung finden Sie unter Paracetamolvergiftung.

Werden diese Mittel längere Zeit öfter als zehn Tage im Monat eingenommen, können Dauerkopfschmerzen entstehen. Auch das Risiko für Schäden an den Nieren steigt.

Gegenanzeigen

Die Angaben, wann Sie diese Mittel nicht einnehmen dürfen, finden Sie unter Paracetamol und Codein. Da es sich um Kombinationsmittel handelt, gelten die Aussagen aller jeweiligen Kombinationspartner zugleich.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Die Angaben zur gleichzeitigen Anwendung anderer Medikamente finden Sie unter Paracetamol und Codein. Da es sich um Kombinationsmittel handelt, gelten die Aussagen aller jeweiligen Kombinationspartner zugleich.

Nebenwirkungen

Die unerwünschten Wirkungen finden Sie unter Paracetamol und Codein. Da es sich um Kombinationsmittel handelt, gelten die Aussagen aller Kombinationspartner zugleich.

Codein verursacht eine Atemlähmung, allerdings nur, wenn Sie extrem viel davon einnehmen. Die Zahl der Atemzüge verringert sich aber bereits nach 30 Milligramm Codein. Das müssen Sie beachten, wenn Sie einem Säugling ein codeinhaltiges Schmerzmittel geben oder wenn Sie – trotz der Warnungen – Alkohol trinken.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Kombination aus Paracetamol und Codein ist für Kinder unter zwölf Jahren nicht vorgesehen. Bei älteren Kindern ist das Mittel wegen des Codeinanteils nur akzeptabel, wenn sich akute Schmerzen mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol nicht ausreichend lindern lassen. Die Dosierung sollte dann so gering wie möglich sein und die Einnahme nach drei Tagen beendet werden. Darüber hinaus sollte Codein nicht bei Kindern zwischen 12 und 18 Jahren angewendet werden, wenn ihre Atemfunktion eingeschränkt ist, etwa aufgrund einer Atemwegserkrankung, wenn sie eine neuromuskuläre Störung haben oder an den Gaumen- oder Rachenmandeln operiert wurden. Solche Kinder sind anfälliger für Atemprobleme.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft sollten Sie Schmerzmittel nur einnehmen, wenn es wirklich erforderlich ist. Codein kann die Plazenta passieren und so das ungeborene Kind erreichen. Die kurzzeitige Einnahme von Paracetamol und Codein ist zu vertreten, aber nur, wenn das Schmerzmittel Ibuprofen bei mäßig starken Beschwerden allein nicht ausreichend wirkt oder nicht gegeben werden kann. Als stark wirkendes Opioid ist am ehesten Tramadol zu vertreten. Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel kann eine längere Anwendung oder höhere Dosierung von Codein dazu führen, dass das Neugeborene Atemprobleme bekommt.

Auch während der Stillzeit ist Ibuprofen als Schmerzmittel bei leichten bis mäßigen Beschwerden die erste Wahl. Wenn dieses allein nicht ausreichend wirkt oder nicht angewendet werden kann, kommt als starkes Schmerzmittel am ehesten Morphin infrage. Codein sollte während der Stillzeit am besten nicht eingenommen werden.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Benommenheit, Müdigkeit, Schwindel sowie Sehstörungen können die Fähigkeit, aktiv am Verkehr teilzunehmen, Maschinen zu bedienen und Arbeiten ohne sicheren Halt zu verrichten, beeinträchtigen oder ganz unmöglich machen. Das ist insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei einer Dosiserhöhung und nach einem Präparatewechsel zu erwarten. Menschen mit einer stabilen Behandlung können hingegen durchaus verkehrstüchtig sein. Bitten Sie daher den Arzt darum, Ihre Verkehrstüchtigkeit einzuschätzen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs