Medikamente im Test

Schlafmittel: Zopiclon

Wirkungsweise

Zopiclon ist ein Schlafmittel mit ähnlichen Wirkungen wie Benzodiazepine, obwohl es chemisch nicht in diese Gruppe gehört. Dennoch greift es an denselben Bindungsstellen an wie diese und hat ähnliche Wirkungen. Wie Benzodiazepine kann auch Zopiclon abhängig machen.

Zopiclon wirkt ungefähr fünf Stunden lang. Um Einschlafstörungen über einen begrenzten Zeitraum zu begegnen, gilt das Mittel als "geeignet".

Anwendung

Das Mittel wird unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen beziehungsweise im Bett, wenn es nicht gelingt einzuschlafen.

Achtung

Es gibt Berichte, dass Menschen nach Einnahme dieses Schlafmittels in einer Art schlafwandlerischem Zustand Auto gefahren sind, gekocht oder telefoniert haben und sich später an nichts mehr erinnern konnten. Ist Ihnen das auch schon einmal passiert, sollten Sie diese Medikamente nicht mehr einnehmen.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie das Mittel nicht anwenden:

  • Sie haben eine schwere Leberfunktionsstörung.
  • Ihre Atemfunktion ist erheblich gestört.
  • Sie schnarchen sehr stark und halten im Schlaf von Zeit zu Zeit ungewöhnlich lange die Luft an (Schlafapnoesyndrom).
  • Sie leiden an Myasthenia gravis, einer Autoimmunerkrankung, bei der Nervenimpulse nicht richtig auf die Muskeln übertragen werden.

Der Arzt sollte Nutzen und Risiken einer Einnahme dieses Medikaments besonders sorgfältig abwägen, wenn Sie von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abhängig sind oder dieses einmal waren. Dann sind Sie besonders gefährdet, von den Schlafmitteln abhängig zu werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie noch andere Medikamente nehmen, ist zu beachten:

  • Dieses Schlafmittel und andere Arzneimittel, die das zentrale Nervensystem dämpfen, verstärken gegenseitig ihre Wirkung. Zu diesen gehören andere Schlafmittel, dämpfend wirkende Neuroleptika (bei Schizophrenien und anderen Psychosen), Beruhigungsmittel bei Angststörungen, dämpfend wirkende Mittel bei Depressionen und Epilepsien, Opioide (bei starken Schmerzen), betäubende Mittel und Antihistaminika mit müdemachender Wirkung (bei Allergien).
  • Rifampicin (bei Tuberkulose) und Carbamazepin (u. a. bei Epilepsien) können die Wirkung von Zopiclon abschwächen.
  • Clarithromycin und Erythromycin (bei bakteriellen Infektionen), Itraconazol (innerlich bei Pilzerkrankungen) und Ritonavir (bei HIV-Infektion) hemmen den Abbau von Zopiclon und verstärken so dessen Wirkung und Nebenwirkungen. Bei gleichzeitiger Einnahme muss die Dosis von Zopiclon möglicherweise reduziert werden.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Diese Substanz dürfen Sie nicht zusammen mit Alkohol einnehmen. Alkoholische Getränke verändern und verstärken die Wirkung unvorhersehbar. Es werden Dämmerzustände ausgelöst, während derer das Bewusstsein und die Erinnerung gestört sein können.

Nebenwirkungen

Es gelten die gleichen unerwünschten Wirkungen wie für Benzodiazepine. Auch bei Zopiclon besteht ein Abhängigkeitsrisiko.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten sie mit diesem Mittel nicht behandelt werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Für das benzodiazepinähnliche Schlafmittel liegen einige Erkenntnisse über die Anwendung während einer Schwangerschaft vor. Seine Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel scheint das Kind nicht zu gefährden. Eine vorübergehende Anwendung scheint vertretbar. Dennoch können Sie mit dem Arzt beraten, ob Sie die körperliche Entwicklung des Kindes mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung kontrollieren lassen. Haben Sie dieses Schlafmittel vor der Geburt eingenommen, sollte das Neugeborene besonders aufmerksam beobachtet werden.

Wenn Sie während der Stillzeit gelegentlich Zopiclon einnehmen, brauchen Sie nicht abzustillen. Sie sollten aber besonders darauf achten, ob das Baby auffallend träge und müde wirkt.

Für ältere Menschen

Ältere Menschen sollten von Zopiclon nicht mehr als 3,75 Milligramm pro Tag einnehmen, da sie auf dieses Schlafmittel empfindlicher reagieren als jüngere Personen. Es gibt Hinweise, dass das Mittel bei älteren Menschen insbesondere in höherer Dosierung Aufmerksamkeit, Orientierung und das Gedächtnis verschlechtern. Näheres hierzu lesen Sie in der Einleitung unter Hinweise für ältere Menschen.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Am Tag nach der Einnahme können Sie sich noch eine Zeit lang benommen und schwindlig fühlen. Dann sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

Sie sehen nun nur noch Informationen zu: ${filtereditemslist}.

Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs